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Schwimmen:Buschkow soll übernehmen

Schwimmverband wirft Kritiker raus

Die Spaltung zwischen dem neuen Vorstand des Deutschen Schwimm-Verbands (DSV) und Teilen des Leistungssports eskaliert weiter. Kurz vor einer Präsidiumssitzung am Freitagabend hat der Vorstand den Anti-Doping-Beauftragten Roland Weiler abberufen. Zuvor hatte Weiler in einem Brief kritische Fragen gestellt und um Antworten gebeten. Unter anderem ging es um die Kündigung des Direktors Leistungssport, Thomas Kurschilgen, die für den Verband einen möglicherweise kostspieligen Prozess zur Folge haben dürfte. "Man will hier einen unbequemen Fragesteller von der Sitzung ausschließen", glaubt Weiler. Der DSV äußerte sich auf Anfrage nicht. Bezüglich der nach Kurschilgens Rauswurf ungelösten Führungsfrage präsentierte DSV-Präsident Marco Troll eine Lösung: Lutz Buschkow, 63, soll kommissarisch die Verantwortung übernehmen bei der sportlichen und organisatorischen Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Tokio. Der Chef-Bundestrainer Wasserspringen war zwischen 2008 und 2016 bereits als Direktor Leistungssport im DSV tätig gewesen. Troll selbst will offenbar die DSV-Delegation bei Olympia in Tokio anführen - gegen den erklärten Wunsch zahlreicher Bundestrainer und Athleten. Athletensprecherin Sarah Köhler kritisierte den Beschluss.

© SZ vom 24.04.2021 / cca
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