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Rudern:Deutschland-Achter geschlagen

Rowing World Cup in Lucerne

Der Deutschland-Achter in Luzern

(Foto: dpa)

Der Deutschland-Achter kassiert die erste Niederlage bei einem Weltcup seit fünf Jahren. Team-Besitzer Peter Sauber rechnet mit der Rettung seines finanziell schwer angeschlagenen Formel-1-Rennstalls. Audi-Pilot Mattias Ekström gewinnt das DTM-Rennen auf dem Norisring.

Ruden, Luzern: Der Deutschland-Achter ist gestoppt: Das im Gegensatz zum Olympiasieg auf vier Positionen veränderte Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) musste sich beim Weltcup-Finale in Luzern nach einem packenden Rennen in 5:22,64 Minuten den USA (5:22,26) knapp geschlagen geben. Platz drei ging nach 2000 m an die Niederlande (5:25,65). Für den Deutschland-Achter war es die erste Niederlage bei einem Weltcup seit fünf Jahren. Dennoch kann die Europameister-Crew um Schlagmann Eric Johannesen (Hamburg) optimistisch in Richtung WM im südkoreanischen Chungju (25. August bis 1. September) blicken. Das deutsche Großboot gewann zuletzt drei WM-Titel in Serie. Der DRV konnte mit dem Abschneiden auf dem Rotsee zufrieden sein. Die Olympiazweiten Britta Oppelt (Berlin), Annekatrin Thiele (Leipzig), Carina Bär (Heilbronn) und Julia Richter (Berlin) siegten im Frauen-Doppelvierer in 6:18,97 Minuten vor Polen (6:20,93). Vize-Europameister Marcel Hacker untermauerte seine WM-Medaillenambitionen ebenfalls eindrucksvoll. Der 36-Jährige vom SC Magdeburg musste sich bei idealen Bedingungen nach einem taktisch klug eingeteilten Rennen in 6:39,40 Minuten nur dem tschechischen Europameister Ondrej Synek (6:37,40) geschlagen geben. Auf Platz zwei fuhr auch der Doppelvierer als Olympiasieger mit Karl Schulze (Dresden), Paul Heinrich (Rostock), Lauritz Schoof (Rendsburg) und Tim Grohmann (Dresden) in 5:41,78 Minuten hinter Kroatien (5:39,63). Die Ex-Weltmeister Eric Knittel/Stephan Krüger (Berlin/Rostock) belegten im Doppelzweier den dritten Platz. Mit fünf Podestplätzen in den 14 olympischen Klassen war der DRV auf dem Rotsee gemeinsam mit Italien der dritterfolgreichste Verband hinter den USA und Neuseeland.

Vize-Europameister Marcel Hacker hat zuvor in Luzern seine Medaillenambitionen für die Weltmeisterschaften im südkoreanischen Chungju (25. August bis 1. September) untermauert. Der 36-Jährige vom SC Magdeburg musste sich auf dem Rotsee nach einem taktisch klug eingeteilten Rennen in 6:39,40 Minuten nur dem tschechischen Europameister Ondrej Synek (6:37,40) geschlagen geben.

DTM, Norisring: Audi-Pilot Mattias Ekström hat auf dem Norisring den fünften Saisonlauf zum Deutschen Tourenwagen Masters gewonnen. Der zweifache DTM-Champion aus Schweden setzte sich an seinem 35. Geburtstag am Sonntag vor den beiden Mercedes-Rivalen Robert Wickens aus Kanada und Christian Vietoris aus Gönnersdorf durch. Damit ging in Nürnberg eine zehnjährige Siegesserie von Mercedes zu Ende. In der Gesamtwertung führt weiter Audi-Pilot Mike Rockenfeller, der auf dem Norisring den fünften Platz belegte, vor Titelverteidiger Bruno Spengler aus Kanada im BMW.

Triathlon, Roth: Der Luxemburger Dirk Bockel und Caroline Steffen aus der Schweiz haben sich die Titel bei der Triathlon-Challenge in Roth gesichert. Bockel siegte bei der Traditionsveranstaltung am Sonntag in 7:52:01 Stunden vor Vorjahressieger James Cunnama aus Südafrika (+12:12 Minuten) und Mitfavorit Timo Bracht (+16:17). Steffen kam nach 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern Radfahren und 42,195 Kilometern Laufen in 8:40:35 Stunden ins Ziel und hatte 5:47 Minuten Vorsprung auf die Niederländerin Yvonne van Vlerken. Dritte wurde wie im Vorjahr Julia Gajer aus Hannover in 8:51:04 Stunden. Gajer sicherte sich damit wie Bracht den deutschen Meistertitel. Bracht hatte bei hochsommerlichen Temperaturen großes Pech, als er auf der Radstrecke von einem platten Reifen gestoppt wurde. "Bei Kilometer 80 lag ich auf Platz zwei und dachte, dass Rennen läuft richtig gut. Dann machte es einen krassen Schlag und mein Hinterrad ist mir geplatzt", berichtete der 37-Jährige, der dadurch wertvolle Minuten verlor. "Ich hatte schon eine Bratwurst bestellt", scherzte Bracht. Mit gut 20 Minuten Rückstand nahm er den abschließenden Marathon in Angriff, stürmte aber trotzdem noch aufs Treppchen. Bockel war nach seinem Sieg überglücklich. "Ich wollte hier eine Bombe platzen lassen und das ist mir gelungen", sagte der gebürtige Waiblinger. "Als kleiner Junge habe ich mir die Helden hier in Roth im Fernsehen angesehen. Jetzt habe ich das Rennen selbst gewonnen." Bei den Frauen setzte sich Steffen zu Beginn der Laufstrecke ab und war fortan nicht mehr einzuholen. "Ich habe lange auf meinen ersten Sieg in diesem Jahr warten müssen. Der Erfolg bedeutet mir sehr viel", meinte die Schweizerin. Die Münchnerin Sonja Tajsich, im Vorjahr noch Zweite, hatte große Probleme auf dem Rad und stieg noch vor dem Marathon aus.

Formel 1, Sauber: Team-Besitzer Peter Sauber rechnet fest mit der Rettung seines finanziell schwer angeschlagenen Formel-1-Rennstalls. "Wir fahren nicht nur diese Saison zu Ende. Sondern wir werden noch viele Jahre in der Formel 1 sein", sagte der Arbeitgeber des deutschen Piloten Nico Hülkenberg der Schweizer Zeitung Sonntags-Blick. Das Team ist in akuter Geldnot und konnte zuletzt einige Lieferanten nicht mehr bezahlen. "Die Lage ist ernst", bekannte der 69 Jahre alte Sauber. Seine Hoffnung setzt der Schweizer auf neue Investoren, möglicherweise aus Russland. Die Verhandlungen stünden "kurz vor dem Abschluss", sagte Sauber.

Motorsport, Tourenwagen: Audi-Pilot Mattias Ekström hat auf dem Norisring den fünften Saisonlauf zum Deutschen Tourenwagen Masters gewonnen. Der zweifache DTM-Champion aus Schweden setzte sich an seinem 35. Geburtstag am Sonntag vor den beiden Mercedes-Rivalen Robert Wickens aus Kanada und Christian Vietoris aus Gönnersdorf durch. Damit ging in Nürnberg eine zehnjährige Siegesserie von Mercedes zu Ende. In der Gesamtwertung führt weiter Audi-Pilot Mike Rockenfeller, der auf dem Norisring den fünften Platz belegte, vor Titelverteidiger Bruno Spengler aus Kanada im BMW.

Frauen-Fußball, Nadine Angerer: Fußball-Nationaltorhüterin Nadine Angerer hat die Geheimniskrämerei um ihren neuen Verein in Australien beendet. Die 34 Jahre alte Spielführerin der deutschen Auswahl wechselt zum W-League-Klub Brisbane Roar. Das gab Angerer kurz vor dem zweiten EM-Spiel der Deutschen am Sonntagabend gegen Island auf ihrer Facebook-Seite bekannt. Im Roar-Männerteam spielt der deutsche Profi Thomas Broich. "Nach vielen erfolgreichen Jahren in der Bundesliga und in Schweden will ich eine neue Herausforderung in Brisbane angehen", schrieb Angerer, die ihren Ende Juni ausgelaufenen Vertrag beim siebenmaligen deutschen Meister 1. FFC Frankfurt nicht verlängert hatte: "Ich habe mich für den Wechsel entschieden, weil ich eine neue Liga, ein neues Land und sogar einen ganzen neuen Kontinent kennenlernen möchte. Ich freue mich darauf, dass ich ab Ende September das Brisbane-Trikot tragen darf. Ich will dem Team helfen, die Meisterschaft zu gewinnen."

Golf, Tiger Woods: Top-Golfer Tiger Woods hat abermals Entwarnung für die am Donnerstag beginnenden 142. British Open im schottischen Muirfield gegeben. "Ich bin zuversichtlich, dass mein linker Ellbogen kein Problem sein wird. Ich bin bereit", schrieb der 37-Jährige auf seiner Internetseite. Bereits vor zwei Wochen hatte sich Woods zuversichtlich gezeigt, beim dritten Major des Jahres antreten zu können. Der Weltranglistenerste hatte bereits im Mai bei der Players Championship Probleme mit dem Ellbogen, siegte aber trotzdem. Bei der US Open wurden die Beschwerden größer, dort landete der Kalifornier abgeschlagen auf dem 32. Platz. Ende Juni sagte Woods dann sogar seinen Start beim US-Turnier in Bethesda/Maryland ab, bei dem er als Gastgeber fungiert.

Tennis, Bastad: Der argentinische Tennis-Profi Carlos Berlocq hat das Sandplatz-Turnier im schwedischen Bastad gewonnen und damit seinen ersten Erfolg auf der ATP-Tour gefeiert. Im Endspiel bezwang der 30-Jährige, der in der Weltrangliste an Position 74 geführt wird, den Spanier Fernando Verdasco 7:5, 6:1. Damit glich Berlocq die Statistik gegen seinen Kontrahenten wieder aus, das erste Duell der beiden Sandplatz-Spezialisten hatte Verdasco 2012 in Auckland/Neuseeland für sich entschieden.

Tennis, Budapest: Die rumänische Tennisspielerin Simona Halep hat ihren dritten Turniersieg auf der WTA-Tour gefeiert. Die 21-Jährige setzte sich im Finale der mit 235.000 Dollar dotierten Sandplatzveranstaltung in Budapest 6:3, 6:7 (7:9), 6:1 gegen Yvonne Meusburger (Österreich) durch. Meusburger hatte im Viertelfinale die deutsche Fed-Cup-Spielerin Annika Beck (Bonn) ausgeschaltet.

Fußball, Testspiele: Neuzugang Pierre-Emerick Aubameyang hat beim 4:1 (2:0)-Sieg im Testspiel gegen den türkischen Erstligisten Bursaspor sein erstes Tor für Fußball-Vizemeister Borussia Dortmund geschossen. Der Stürmer aus Gabun, der für 13 Millionen Euro von AS St. Etienne zum BVB gewechselt war, erzielte kurz vor dem Pausenpfiff das 2:0 (45.). Die mustergültige Vorarbeit leistete Rekordeinkauf Henrich Mchitarjan. Beim Triple-Gewinner Bayern München glänzte Xherdan Shaqiri: Der Schweizer eröffnete beim 6:0 (4:0) beim Regionalligisten SG Sonnenhof Großaspach mit einem Doppelpack das muntere Toreschießen. Die schwere Verletzung des Mittelfeldspielers Marc Stendera überschattete den 4:1 (0:1)-Sieg von Eintracht Frankfurt gegen den Zweitligisten VfR Aalen. Der 17-Jährige erlitt einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie und wird den Hessen lange fehlen. Deutliche Schwächen offenbarten vier Wochen vor dem Bundesliga-Start Borussia Mönchengladbach beim 0:1 (0:1) beim Zweitligisten FC Ingolstadt, der 1. FC Nürnberg beim 2:2 (2:1) beim Drittligisten SpVgg Unterhaching und 1899 Hoffenheim beim 0:1 (0:1) beim Zweitligisten FSV Frankfurt. Bayer Leverkusen durfte sich beim 1:2 (1:1) im Trainingslager in Österreich gegen 1860 München lediglich über das erste Tor des Neuzugangs Heung-Min Son (18.) freuen. Auch der FC Augsburg verlor beim Bundesliga-Absteiger SpVgg Greuther Fürth 1:2 (1:1). Testspielsiege gelangen dagegen Aufsteiger Hertha BSC beim 1:0 (0:0) gegen den Drittligisten RB Leipzig und dem VfB Stuttgart mit einem 1:0 (1:0) beim Drittligisten 1. FC Heidenheim. Beim Nordcup erreichte Gastgeber Hamburger SV durch ein 4:3 im Elfmeterschießen gegen Aufsteiger Eintracht Braunschweig das Finale am Sonntag gegen den dänischen Meister FC Kopenhagen, der zuvor den VfL Wolfsburg 2:1 (0:0) besiegt hatte. Bei den "Wölfen" musste Torwart Diego Benaglio mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden.

Wasserball, Nationalmannschaft: Die deutschen Wasserballer haben ihre Generalprobe für die Weltmeisterschaft in Barcelona (19. Juli bis 4. August) völlig verpatzt. Die Mannschaft von Bundestrainer Nebojsa Novoselac belegte beim Vierländerturnier in Budapest ohne Punkt und mit 15:32 Toren den enttäuschenden letzten Platz. "Wir machen immer wieder zu viele einfache Fehler. Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen, denn jetzt wird es ernst", sagte der Serbe, der seit Dezember 2012 als Nachfolger von Hagen Stamm im Amt ist. Zum Abschluss kassierte die deutsche Mannschaft am Sonntagmorgen ein 3:10 (1:3, 1:2, 1:2, 0:3) gegen den Olympiavierten Montenegro. Heiko Nossek (Esslingen/2) und Julian Real (ASC Duisburg) erzielten die Tore. Zuvor hatte es bereits Niederlagen gegen Gastgeber Ungarn (3:9) und gegen Griechenland (9:13) gegeben. Bei der WM in Barcelona trifft Deutschland in der Vorrunde auf Rumänien, Italien und Kasachstan. Dort kann Novoselac wieder auf Marco Stamm zurückgreifen, der in Budapest wegen einer Schulterzerrung passen musste.

Leichtathletik, Madrid: Kugelstoßer David Storl hat seine erste Niederlage in der WM-Saison kassiert. Der Weltmeister und Europameister aus Chemnitz musste sich am Samstag beim World-Challenge-Meeting der Leichtathleten in Madrid hinter dem Bulgaren Georgi Iwanow mit Platz zwei zufriedengeben. Der Chemnitzer kam in seinem einzigen gültigen Versuch auf 20,20 Meter und lag damit 37 Zentimeter hinter dem Sieger. Einen deutschen Erfolg gab es im Speerwerfen der Frauen durch die Olympia-Dritte Linda Stahl. Mit 60,61 Meter verwies die Leverkusenerin Ganna Gatsko aus der Ukraine (60,46) knapp auf Rang zwei. Die Olympia-Sechste Katharina Molitor aus Leverkusen enttäuschte als Achte mit 51,66 Meter.

Fußball, Goldcup: Etwas Zittern, letztlich aber viel Jubel und sogar ein kleiner Eintrag ins Geschichtsbuch: Jürgen Klinsmann hat mit der US-Nationalmannschaft beim Fußball-Gold Cup vorzeitig das Viertelfinale erreicht. Nach einem 6:1 zum Auftakt der Concacaf-Kontinentalmeisterschaft gegen Belize, gewannen seine Amerikaner am Samstag (Ortszeit) in Sandy/Utah das zweite Vorrundenspiel gegen Kuba trotz eines zwischenzeitlichen 0:1-Rückstandes verdient mit 4:1 (1:1). Es war der siebte Sieg in Serie, gleichbedeutend mit der Einstellung des US-Rekordes. "In diesen Spielen musst du doppelt so viel arbeiten wie der Gegner. Denn die stehen tief und es ist schwer, da durchzukommen", sagte Klinsmann und ergänzte: "Ich habe meinen Jungs in der Halbzeitpause gesagt, dass sie ein, zwei Gänge höher schalten müssen."

America's Cup, Segeln: Team New Zealand hat in der Herausfordererrunde zum America's Cup die italienische Segel-Mannschaft Luna Rossa klar besiegt. Die Neuseeländer deklassierten ihre Trainingspartner in dem knapp 44 Minuten dauernden Duell über 15,47 Seemeilen im Cup-Revier vor San Francisco am Samstag (Ortszeit) mit fast fünfeinhalb Minuten Vorsprung. Am Sonntag stand für Team New Zealand wieder ein einsames Rennen an. Weil das schwedische Team Artemis mit seinem zweiten Boot nach dem tödlichen Trainingsunfall im Mai erst Ende Juli einsatzbereit sein wird, mutiert bis dahin jedes angesetzte Duell gegen die Skandinavier zum Soloauftritt des Gegners. Zudem hatten die Italiener aus Protest gegen kurzfristige Regeländerungen ein Rennen in Runde eins boykottiert. Der Louis Vuitton Cup endet spätestens am 30. August. Der Sieger trifft vom 7. September an in maximal 17 Begegnungen auf Cup-Verteidiger Oracle Team USA. Zwischen der Herausfordererrunde und dem Cup-Duell findet vom 1. bis 4. September der Youth America's Cup mit dem deutschen Team All in Racing um Skipper Philipp Buhl statt.

NBA, Tim Ohlbrecht: Das Abenteuer NBA ist für den deutschen Basketballer Tim Ohlbrecht wohl vorerst beendet. Der 24 Jahre alte Center wurde von den Houston Rockets laut NBC Sports auf die Waiver List gesetzt, ist also ab sofort vereinslos. Zwar besteht noch die Möglichkeit, dass sich ein anderer Verein der nordamerikanischen Profiliga die Dienste des Nationalspielers sichert, wahrscheinlicher ist aber eine Rückkehr nach Europa. Ohlbrecht hatte bei den Texanern erst im Februar einen Vertrag bis 2015 unterschrieben, die letzten beiden Jahre waren dabei allerdings nur optional. Der Wuppertaler war in der abgelaufenen Saison nur zwölf Minuten zum Einsatz gekommen und erzielte drei Punkte. Mit Houstons Farmteam Rio Grande Valley Vipers holte Ohlbrecht den Titel in der D-League.

Frauenfußball, EM: Gastgeber Schweden und Italien sind bei der Fußball-Europameisterschaft der Frauen auf einem guten Weg in Richtung Viertelfinale. Die Schwedinnen gewannen am Samstagabend ihr zweites Spiel in der Gruppe A gegen Finnland in Göteborg souverän mit 5:0 (3:0) und haben wie Italien schon vier Punkte auf dem Konto. Die Italienerinnen bezwangen Dänemark in Halmstad mit 2:1 (0:0). Die Südeuropäerinnen gingen durch einen Doppelschlag von Melania Gabbiadini (55. Minute) und der kurz zuvor eingewechselten Ilaria Mauro (60.) in Führung. Nach dem Anschlusstreffer von Mia Brogaard (66.) wurde es in der Schlussphase noch einmal spannend. Weniger schwer tat sich der Gastgeber, der zum Auftakt nicht über ein 1:1 gegen Dänemark hinausgekommen war. Angetrieben von rund 15.000 Fans im Stadion Gamla Ullevi sorgten Nilla Fischer (16./36.) mit ihren Turniertoren zwei und drei sowie Kosovare Asllani (38.) schon vor der Pause für klare Verhältnisse. Starstürmerin Lotta Schelin (60./87.) machte dann endgültig alles klar.

Fußball, U-20-WM: Die französischen Fußball-Junioren haben sich erstmals den Titel des U 20-Weltmeisters gesichert. Die Mannschaft von Trainer Pierre Mankowski gewann am Samstagabend das WM-Finale im türkischen Istanbul gegen Uruguay mit 4:1 (0:0) im Elfmeterschießen. In der regulären Spielzeit waren keine Tore gefallen. Beide Teams mieden lange das Risiko und erspielten sich kaum Torchancen. Den entscheidenden Elfmeter für Frankreich verwandelte Dimitri Foulquir. Torhüter Alphonse Areola von Paris St. Germain parierte zwei Elfmeter. Für Frankreich war es die erste Finalteilnahme in dieser Altersklasse. Uruguay wurde bereits 1997 Vize-Weltmeister. Zuvor war Ghana im Spiel um den dritten Platz ein 3:0 (2:0)-Erfolg gegen die Auswahl des Iraks gelungen. Die deutschen U 20-Junioren hatten die Qualifikation zur Endrunde nicht geschafft.

Tennis, Ruhmeshalle: Die frühere Weltranglisten-Erste Martina Hingis ist in die Tennis Hall of Fame aufgenommen worden. "Danke, Tennis. Du hast mir die Welt gegeben und jetzt finde ich keine Worte, um zu sagen, wie ich mich fühle", sagte die fünffache Grand-Slam-Siegerin bei einer feierlichen Zeremonie in Newport im US-Bundesstaat Rhode Island. Neben der 32 Jahre alten Hingis, die als eine der Jüngsten aufgenommen wurde, wurden am Samstag auch der frühere Boris-Becker-Manager Ion Tiriac, Indian-Wells-Veranstalter Charlie Pasarell, der erste ATP-Chef Cliff Drysdale und die 94-jährige Thelma Coyne Long zu neuen Mitglieder in der Ruhmeshalle. Die Australierin hatte bis 1958 19 Grand-Slam-Titel gewonnen. Deutsche Mitglieder der Hall of Fame sind Boris Becker, Steffi Graf, Gottfried von Cramm und der vor dem 2. Weltkrieg als Profi erfolgreiche Hans Nüsslein.

© Süddeutsche.de/dpa/sid/ska
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