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Prominente Dopingfälle:Von Johnson bis Pechstein

Die Liste der Sportler, die des Doping überführt oder verdächtigt wurden, ist lang. Eine kleine Auswahl in Bildern.

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claudia pechstein ap

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Die Liste der des Doping überführten und verdächtigten ist lang. Eine kleine Auswahl in Bildern.

Seit Anfang Juli 2009 steht Eisschnellläuferin Claudia Pechstein im Fokus der Sport-Öffentlichkeit. Da verkündete die Internationale Eislauf-Union, dass sie die fünffache Olympiasiegerin Pechstein wegen Blutdopings für zwei Jahre gesperrt habe. Pechstein ist die erste Sportlerin, die nicht wegen eines einzelnen positiven Tests, sondern wegen der eingeführten Blutprofile gesperrt wurde. Pechstein bestreitet die Dopingvorwürfe vehement und kündigte an, vor dem Sportgerichtshof Cas dagegen vorzugehen.

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isabell werth dpa

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Erst kurz vor dem Dopingfall Pechstein war bei einem Pferd der besten deutschen Dressur-Reiterin, Isabell Werth, die Doping-Substanz Fluphenazin gefunden worden. Werth räumte inzwischen Fehlverhalten ein. Ihr droht eine Sperre von bis zu zwei Jahren.

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bernhard kohl stefan schumacher dpa

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Im Juli 2008 strahlten die damaligen Gerolsteiner-Fahrer Bernhard Kohl (links) und Stefan Schumacher noch um die Wette. Mittlerweile ist ihnen nicht mehr zum Lachen zumute: Kohl gestand inzwischen, Epo-Doping betrieben zu haben, in einer Probe von Schumacher wurden Spuren des Epo-Präparats Cera gefunden, was eine zweijährige Sperre nach sich zog. Während Kohl seine Radsport-Karriere beendet hat, bestreitet Schumacher weiterhin Doping.

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Jan Ullrich Lance Armstrong Jan Ullrich

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Der Radsport war in den vergangenen Jahren Zentrum einiger Doping-Affären. Alle Protagonisten dieses Tour-de-France-Siegerbildes aus dem Jahr 2005 (von links: Ivan Basso, Lance Armstrong, Jan Ullrich) kamen mit dem Thema Doping in Berührung. Basso gab zu, mit dem umstrittenen Sportmedizinier Fuentes gearbeitet zu haben und wurde wegen geplanten Dopings gesperrt; Armstrong geriet immer wieder in Dopingverdacht, wurde aber nie wegen Dopings verurteilt; Ullrich wurde zum einen wegen Amphetamin-Missbrauchs gesperrt und zum anderen erwirkte die Bonner Staatsanwaltschaft den Nachweis, dass Ullrich viereinhalb Liter Blut bei Fuentes gelagert hatte und konstatierte: "Jan Ullrich hat gedopt."

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Floyd Landis

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Der Amerikaner Floyd Landis verblüffte bei der Tour 2006 alle. Nachdem er auf der Etappe nach La Toussuire völlig eigebrochen war und rund zehn Minuten auf die Konkurrenz verloren hatte, feierte er am nächsten Tag eine unglaubliche Auferstehung. Landis gewann die Etappe und die Gesamtwertung - doch wenig später wiesen sowohl die A- als auch die B-Probe erhöhte Testosteronwerte auf.

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bjarne riis

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Am 25. Mai 2007 gab Bjarne Riis, Tour-de-France-Sieger des Jahres 1996, zu, dass er von 1993 bis 1998 Epo genommen hat. Bereits zwei Tage zuvor verkündeten ...

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... Erik Zabel und Rolf Adag unter Tränen, ebenfalls Epo zur Leistungssteigerung zu sich genommen zu haben.

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jörg jaksche dpa

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Im Juni 2007 gestand der Jörg Jaksche, unter Anleitung seiner Betreuer und Ärzte jahrelang gedopt zu haben. Er war der erste Radprofi, der sich als Kronzeuge für Dopingpraktiken bis in die Gegenwart zur Verfügung stellte.

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Patrik Sinkewitz wurde am am 8. Juni 2007 bei einer Trainingskontrolle positiv auf Testosteron getestet worden. Ende Juli gestand er außerdem Testosteron-Doping mit Testogel-Pflastern. Wie Jaksche stellte er sich den Ermittlern als Kronzeuge zur Verfügung, um eine Minderung der normalen Zweijahressperre zu erreichen.

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Richard Virenque

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1998 war dem französischen Radprofi Richard Virenque zum Heulen zumute, als sein Team Festina von der Tour de France ausgeschlossen wurde. In einem Auto der Mannschaft waren Dopingmittel gefunden worden.

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Ben Johnson

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Er war der Erste, der weltweit Empörung auslöste. Ben Johnson gewann bei Olympia 1988 in Seoul souverän Gold im 100-Meter-Sprint. Zwei Tage später wurden in seiner Urinprobe Steroide gefunden. Die Medaille musste er zurückgeben.

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Katrin Krabbe

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1992 wurde bei der Sprinterin Katrin Krabbe das Mittel Clenbuterol festgestellt. Gesperrt wurde sie aber nicht wegen Dopings, sondern wegen unsportlichen Verhaltens. Gegen die dreijährige Sperre klagte Krabbe erfolgreich, nach einer Kette von Prozessen musste ihr der Internationale Leichtathletik-Verband IAAF 1,2 Millionen Mark Schadenersatz zahlen. Ein Comeback nach der Sperre scheiterte.

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Dieter Baumann

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1999 wurde Dieter Baumann positiv auf Nandrolon getestet. Der Olympiasieger von 1992 bestritt die wissentliche Einnahme des Stoffs. Baumann stellte Strafanzeige wegen vorsätzlicher Körperverletzung und setzte 100.000 Mark für die Ergreifung des Täters aus. Der Deutsche Leichtathletik-Verband sprach Baumann frei, der IAAF aber sperrte ihn. Nach seinem Comeback wurde er 2002 in München noch einmal EM-Zweiter über 10.000 Meter, 2003 beendete Baumann seine Karriere.

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Die griechische 100-Meter-Europameisterin Ekaterini Thanou und ihr Landsmann, der 200-Meter-Olympiasieger Konstantinos Kenteris, flüchteten kurz vor den Olympischen Spielen 2004 in Athen vor einer Dopingkontrolle. Sie gaben vor, einen Motorradunfall gehabt zu haben, was jedoch wegen verschiedener Ungereimtheiten bezweifelt wurde. Noch vor einer Entscheidung des IOC gaben Thanou und Kenteris ihre Akkreditierungen für die Spiele selbst zurück. Sie wurden für zwei Jahre gesperrt.

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marion jones

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Die amerikanische Sprinterin Marion Jones stand immer wieder unter Dopingverdacht. Der Dopingarzt Victor Conte belastete sie 2003 schwer, Jones ging gegen die Vorwürfe vor Gericht. 2006 wurde Jones positiv auf Epo getestet, die B-Probe war negativ. Anfang Oktober 2007 gestand die ehemals schnellste Frau der Welt unter Tränen die Einnahme von Dopingmitteln. Sie erklärte ihren Rücktritt vom Leistungssport und gab ihre drei Gold- und zwei Bronzemedaillen von Sydney 2000 freiwillig zurück. Wegen Meineids musste Jones schließlich als erste Sportlerin im Zusammenhang mit Dopingmissbrauch ins Gefängnis.

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Marion Jones C.J. Hunter

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Ihr Ex-Mann C.J. Hunter wurde im Jahr 2000 in Sydney von den Olympischen Spielen ausgeschlossen. Dem Kugelstoßer wurde Doping mit Nandrolon nachgewiesen. Hunters Name fiel auch immer wieder im Zusammenhang mit ...

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Victor Conte

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... Victor Conte. Der kalifornische Arzt und Betreiber der Firma Balco hatte jahrelang amerikanische Sportler mit legalen und illegalen Präparaten versorgt. 2005 wurde Conte nach einem Teilgeständnis zu vier Monaten Haft verurteilt. Einer seiner besten Kunden soll ...

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Barry Bonds

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... der Baseball-Spieler Barry Bonds gewesen sein. Der Führer in der ewigen Home-Run-Bestenliste wurde nie positiv getestet, Conte entlastete ihn vor Gericht. Bonds versicherte unter Eid, nie Anabolika geschluckt zu haben. Beim Comeback nach einer Verletzung 2006 warfen gegnerische Fans Spritzen auf das Spielfeld.

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Johann Mühlegg

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Drei Goldmedallien gewann der für Spanien startende Allgäuer Johann Mühlegg bei Olympia 2002 in Salt Lake City - im Skilanglauf über 20, 30 und 50 Kilometer. Seine A-Probe stellte sich als positiv heraus, zweifelsfrei konnte ihm aber kein Doping nachgewiesen werden. Der Internationale Sportgerichtshof erkannte ihm 2003 dennoch alle drei Medallien ab. Mühlegg beteuert seine Unschuld.

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Walter Mayer

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Bei den Olympischen Winterspielen in Turin 2006 durchsuchte die italienische Polizei bei einer Razzia das Quartier der österreichischen Langläufer nach Dopingmitteln. Der Trainer Walter Mayer flüchtete Hals über Kopf, geriet aber in eine Polizeikontrolle. Auf Grundlage der Funde schloss das IOC im April 2007 sechs österreichische Athleten (drei Langläufer und drei Biathleten) lebenslang von Olympia aus. 2009 musste er in Unterschungshaft, weil ihr vorgeworfen wurde, in großen Mengen mit Epo und Testosteron gehandelt zu haben. Mittlerweile ist er aber wieder aus der U-Haft entlassen.

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Ibrahim Tanko

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Ob der Cannabis-Wirkstoff THC leistungssteigernd wirkt, ist umstritten. Ibrahim Tanko von Borussia Dortmund gab im Januar 2001 nach einer positiven Dopingprobe zu, Marihuana geraucht zu haben. Die Dortmunder kündigten ihm, Tanko wechselte zum SC Freiburg. Tanko ist nur ein Beispiel von mehreren Fußballern, die positiv getestet wurden - so sauber, wie sich Deutschlands Sport Nummer eins gerne gibt, ist er lange nicht.

Foto: dpa

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