Pferdesport:Im letzten Sulky

Ein großes Brimborium ist nicht geplant, offenbar will er es so. Dabei ist es ein Großer, der da geht: Am zweiten Weihnachtsfeiertag wird Gerhard "Gerd" Biendl auf der Trabrennbahn Daglfing Abschied nehmen. Mit 64 Jahren hat er offenbar genug. Das vorletzte Rennen des Tages soll "sein vorerst letztes" sein, wie in der Pressemitteilung zum Renntag um den Weihnachtspokal zu lesen ist. Nicht das letzte dieses Jahres - am Sonntag endet die Saison -, sondern seiner Profikarriere. Biendl ist einer der erfolgreichsten bayerischen Fahrer und Trainer der Trabrennsportgeschichte, mit etwa 4460 Siegen steht der gebürtige Straubinger in der ewigen deutschen Top Ten - nicht allzu weit hinter seinem älteren Bruder Helmut, der dort an zweiter Stelle steht. Bei ihm war er in Daglfing in die Lehre gegangen, nachdem er sich erst spät für das Hobby des Bruders zu interessieren begonnen hatte, sich vorher eher für Motorräder begeisterte und Trampolin turnte. Als einzigem Trainerteam gelang es den Biendls 1986, dem Weltrekordhalter Heinz Wewering mal ein Trainer-Championat abzuluchsen. Einem Pferd namens Karl Schermer wird die Ehre zuteil, Gerd Biendl am Sonntag letztmals in dessen Laufbahn ins Ziel zu ziehen. Danach, heißt es, wolle er sich "um seine Hobbys" kümmern.

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