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Olympia:Österreicherin fliegt beim Big Air am schönsten

Snowboard - Winter Olympics Day 10

Die Lust abzuheben: Anna Gasser fliegt bei den Olympischen Spielen 2018. In Pyeongchang gewann sie den Big-Air-Wettkampf.

(Foto: Dan Istitene/Getty Images)

Snowboard: Die Österreicherin Anna Gasser hat bei den Winterspielen von Pyeongchang das erste Olympia-Gold im Big-Air-Wettbewerb gewonnen. Die Weltmeisterin und X-Games-Siegerin setzte sich im Finale mit 185,00 Punkten vor Slopestyle-Olympiasiegerin Jamie Anderson (USA/177,25) und Zoi Sadowski Synnott (Neuseeland/157,50) durch. Deutsche Athletinnen waren im Finale nicht am Start.

Anderson, die bereits 2014 in Sotschi Gold im Slopestyle gewonnen hatte, hätte mit ihrem dritten Olympiasieg mit ihrem Landsmann Shaun White als erfolgreichste Snowboarderin bei Winterspielen gleichziehen können. Aufgrund der ungünstigen Wetterprognose war das Big-Air-Finale von Samstag auf Donnerstag vorgezogen worden.

Eishockey: Die Eishockey-Frauen der USA haben Rekord-Olympiasieger Kanada gestoppt und Gold geholt. Im Finale feierte der Weltmeister in einem Krimi ein 3:2 (1:0, 0:2, 1:0, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen gegen den viermaligen Sieger und triumphierte zum zweiten Mal nach der Premiere 1998 in Nagano. Damals hatte Kanada im Endspiel seine bislang letzte Niederlage bei Olympia erlitten.

Nachdem in 80 Spielminuten keine Entscheidung gefallen war, gewannen die USA, 2010 und 2014 im Finale am Erzrivalen gescheitert, dank eines erfolgreichen Penaltys von Jocelyne Lamoureux-Davidson. Kanada hatte 2002, 2006, 2010 und 2014 Gold geholt. Bereits am Mittwoch setzte sich Finnland 3:2 (1:0, 2:1, 0:1) gegen die Olympischen Athleten aus Russland durch und wiederholte mit dem Bronze-Gewinn seine Erfolge von 1998 und 2010.

Ski-Freestyle: David Wise aus den USA hat seinen Olympiasieg von der Halfpipe wiederholt. Der 27 Jahre alte X-Games-Sieger zeigte mit 97,20 Punkten im letzten von drei Durchgängen die beste Leistung des Finales und verdrängte seinen Landsmann Alex Ferreira (96,40) sowie den erst 16 Jahre alten Neuseeländer Nico Porteous (94,80) auf die Plätze zwei und drei.

Deutsche Athleten waren in Pyeongchang nicht am Start. Für die Freestyle-Skifahrer aus den USA war es das erste Gold dieser Spiele, Nick Goepper hatte am Sonntag Silber im Slopestyle-Wettbewerb gewonnen, Brita Sigourney Bronze in der Halfpipe. Weltmeister Aaron Blunck erreichte am Donnerstag mit 84,80 Punkten nur Platz sieben.

Langlauf: Norwegens Loipen-König Johannes Hösflot Kläbo lässt die Chance aus, als erster Skilangläufer der Geschichte viermal Olympia-Gold in einem Jahr zu holen. Der 21-Jährige geht am Samstag im "Marathon" über 50 Kilometer nicht an den Start und tritt die Heimreise an. "Johannes hat heute früh gesagt: genug ist genug. Er ist satt und verspürt für einen 50er keine Motivation mehr", sagte Trainer Tor Arne Hetland dem norwegischen TV-Sender NRK.

Kläbo hatte in Pyeongchang im Sprint, Teamsprint und mit der Staffel Gold gewonnen, derzeit ist er gleichauf mit Biathlet Martin Fourcade (Frankreich) der erfolgreichste Athlet der Winterspiele. Mit 21 Jahren und 114 Tagen war er in Südkorea zum jüngsten Skilanglauf-Olympiasieger der Geschichte aufgestiegen.Nur zwei Männer haben bislang bei Winterspielen in einem Jahr mehr als drei Goldmedaillen gewonnen: Eisschnellläufer Eric Heiden (USA) wurde 1980 in Lake Placid fünffacher Olympiasieger, Biathlet Ole Einar Björndalen (Norwegen) holte 2002 in Salt Lake City viermal Gold.

© SZ.de/dpa/sid/tbr/fued
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