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Olympia:Diese deutschen Sportler holten Gold

Ludwig/Walkenhorst holten Gold - klar. Auch Fabian Hambüchen. Aber wer holte die anderen 15 Olympiasiege für Deutschland? Der finale Überblick.

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Rio 2016 - Olympic Games 2016 Athletics, Track and Field

Quelle: dpa

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Bei den Olympischen Spielen Gold zu gewinnen, ist für viele Sportler der Traum schlechthin. Manche brüllen ihre Gefühle heraus, andere feiern im Stillen oder gar für das Publikum verstörend. Das deutsche Olympia-Team stellt auch in Rio die besten Athleten in einigen Sportarten. Das sind die deutschen Gold-Gewinner.

Christoph Harting: Der Diskus-Werfer macht erst eine perfekte Figur, schleudert seine Scheibe im letzten Versuch weiter als jeder seiner Konkurrenten. Gold. Bei Medaillenübergabe und Nationalhymne feiert er betont nonchalant, verschränkt die Arme, grinste. Viele Beobachter irritiert das. Wenige Tage später entschuldigt sich der jüngere Bruder von Robert Harting. Dritter wird übrigens der Deutsche Daniel Jasinski.

1. Christoph Harting 68,37 Meter

2. Piotr Malachowski / Polen 67,55 Meter

3. Daniel Jasinski 67,05 Meter

Rio 2016 - Rudern

Quelle: dpa

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Doppelvierer, Frauen: Das war knapp: Julia Lier, Carina Bär, Annekatrin Thiele und Lisa Schmidla (v. l. n. r.) freuen sich über Ruder-Gold nach einem unwiderstehlichen Endspurt gegen die Niederlande und Polen.

1. Deutschland 6:49,39 Minuten

2. Niederlande 6:50,33 Minuten

3. Polen 6:50,86 Minuten

Rio 2016 - Rudern

Quelle: dpa

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Doppelvierer, Männer: Auch die männlichen Kollegen machen Platz eins klar. Der Doppel-Gold-Erfolg geschieht innerhalb von zehn Minuten. Die Männer wiederholen in der Besetzung Philipp Wende, Lauritz Schoof, Karl Schulze und Schlagmann Hans Gruhne den Sieg von London 2012.

1. Deutschland 6:06,81 Minuten

2. Australien 6:07,96 Minuten

3. Estland 6:10,65 Minuten

Shooting - Olympics: Day 6

Quelle: Getty Images

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Barbara Engleder: Extrovertiert ist für die Schützin als Beschreibung genauso präzise wie ihre Leistung im olympischen Finale des KK-Dreistellungskampf 50 mm. Mit einem olympischen Rekord holt sich Engleder die erste Goldmedaille der deutschen Sportschützen seit 2004 - und bejubelt ihren Erfolg mit einem ausgelassenen Schrei.

1. Barbara Engleder 458,6 Ringe

2. Binbin Zhang /China 458,4 Ringe

3. Du Li /China 447,4 Ringe

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Quelle: AFP

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Henri Junghänel: Dem Kleinkaliberschützen schmeckt sein Sieg bei Olympia, er schießt olympischen Rekord. Der Hunger auf mehr ist nach dem Erfolg nicht geweckt. "Mit meinem Sport kann man kein Geld verdienen", sagt Junghänel und will sich einen neuen Job suchen.

1. Henri Junghänel 208,2 Scheiben

2. Jonghyun Kim / Südkorea 209,5 Scheiben

3. Kirill Grigoryan / Russland 187,3 Scheiben

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Quelle: AFP

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Christian Reitz: "Ich habe immer gesagt ich will die Medaille, am liebsten eine Farbe, die ich noch nicht habe und am allerliebsten Gold. " Seinen Wunsch erfüllt sich der Schnellfeuerschütze selbst. Dem Deutschen Schützenverbund sichert er mit der dritten Goldmedaille in Rio das erfolgreichste Abschneiden.

1. Christian Reitz 34 Ringe

2. Jean Quiquampoix / Frankreich 30 Ringe

3. Li Yuehong / China 27 Ringe

Rio 2016 - Pferdesport Vielseitigkeit

Quelle: dpa

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Michael Jung: Der Vielseitigkeitsreiter ist ein Wiederholungstäter. Nach den Olympischen Spielen in London 2012 reitet der 34-Jährige auch in Rio zu Gold. Jung (auf Pferd Sam) ist der erste deutsche Athlet, der in Brasilien die begehrte Medaille gewinnt.

1. Michael Jung / Sam 40,90 Punkte

2. Astier Nicolas / Piaf de B'Neville / Frankreich 48,00 Punkte

3. Phillip Dutton / Mighty Nice / USA 51,80 Punkte

Rio 2016 - Pferdesport Dressur

Quelle: dpa

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Dressur-Equipe: Jung inspiriert wohl auch Isabell Werth, Dorothee Schneider, Sönke Rothenberger und Kristina Bröring-Sprehe (v. l. n. r.) bei ihrer Leistung. Die Dressur-Reiter tänzeln souverän zu Gold.

1. Deutschland 81.936 Punkte

2. Großbritannien 78.595 Punkte

3. USA 76.667 Punkte

2016 Rio Olympics - Artistic Gymnastics - Men's Horizontal Bar Final

Quelle: REUTERS

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Fabian Hambüchen: Der Turn-Professor, wie er seit einem Auftritt mit seiner Brille genannt wird, ist eigentlich schon zu alt, um Olympiasieger am Reck zu werden. 28 Jahre ist für einen Turner wie 40 für einen Fußballer. Doch der beste deutsche Turner belohnt sich für harte Arbeit und sammelt nach Bronze (Peking) und Silber (London) auch Gold ein.

1. Fabian Hambüchen 15,766 Punkte

2. Danell Leyva 15,500 Punkte

3. Nile Wilson 15,466 Punkte

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Quelle: AFP

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Kristina Vogel: Im Finale des Bahnrad-Sprints schiebt sich die 25-Jährige auf den letzten Zentimetern an der Britin Rebecca James vorbei. Dem kraftvollen Schlussspurt hält ihr Fahrrad nicht stand, wenige Momente nach dem Zieldurchlauf bricht der Sattel ab. Vogel kümmert es wenig.

1. Kristina Vogel

2. Rebecca James / Großbritannien

3. Katy Marchant / Großbritannien

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Quelle: AP

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Laura Ludwig und Kira Walkenhorst: Zwei Sätze reichen den beiden Beach-Volleyballerinnen im Finale gegen die brasilianischen Weltmeisterinnen Agatha und Barbara aus. Mit 21:18 und 21:14 fertigt das deutsche Duo sie ab und trotzt im Finale den lauten brasilianischen Fans.

1. Ludwig/Walkenhorst

2. Agatha/Barbara / Brasilien

Rio 2016 - Fußball

Quelle: dpa

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Fußballerinnen: Silvia Neid (rechts unten) beendet ihre Karriere als Bundestrainerin mit einem Novum: Sie führt die deutsche Mannschaft zu Olympia-Gold. Im Finale setzen sich ihre Fußballerinnen 2:1 gegen Schweden durch.

1. Deutschland

2. Schweden

3. Brasilien

*** BESTPIX *** Canoe Sprint - Olympics: Day 11

Quelle: Tom Pennington

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Sebastian Brendel: Er ist einer der erfolgreichsten Athleten der Spiele. Der Hüne paddelt im Canadier-Einer über 1000 Meter zu Gold. Und das war nicht das einzige Olympiasieg des 28-Jährigen.

1. Sebastian Brendel 3:56.926 Minuten

2. Isaquias Queiroz Dos Santos / Brasilien 3:58.529 Minuten

3. Ilia Schtokalow / Russland 4:00.963 Minuten

Rio 2016 - Kanu

Quelle: dpa

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Sebastian Brendel und Jan Vandrey: Nach seinem Gold im Canadier-Einer über 1000 Meter ist Brendel über dieselbe Distanz auch im Zweier erfolgreich. Im Rennen liegt lange der große Konkurrent aus Brasilien vorn, doch auf den letzten Metern kommt Brendels Stärke im Schlussspurt zu tragen. Vandrey ist nach dem Ziel sichtlich stolz auf seinen Partner und tätschelt ihm den Kopf.

1. Brendel/Vandrey 3:43.912 Minuten

2. de Souza Silva/Queiroz dos Santos / Brasilien 3:44.819 Minuten

3. Ianchuk/Mishchuk / Ukraine 3:45.949 Minuten

Canoe Sprint - Men's Kayak Four (K4) 1000m - Final A

Quelle: REUTERS

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Kajak-Vierer der Männer: Auf dem Wasser läuft es für die deutsche Olympia-Mannschaft insgesamt deutlich besser als im Wasser. Der Kajak-Vierer beherrscht die Konkurrenz über 1000 Meter erschreckend deutlich. Vom Start weg fahren die Deutschen auf Platz eins - uneinholbar. Gold für Max Rendschmidt, Tom Liebscher, Max Hoff und Marcus Groß (v. l. n. r.). Für Rendschmidt und Groß ist es das zweite Gold nach ihrem Erfolg im Kajak-Zweier.

1. Deutschland 3:02.143 Minuten

2. Slowakei 3:05.044 Minuten

3. Tschechien 3:05.176 Minuten

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Quelle: AFP

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Marcus Groß und Max Rendschmidt: Am Ende brennen dem deutschen Kajak-Zweier die Arme gehörig, aber nachlassen ist keine Option, denn das serbische Duo schiebt sich immer näher heran. Rendschmidt und Groß halten durch. 18 Hundertstel trennen die Gold-Gewinner im Ziel von den Serben.

1. Rendschmidt/Groß 3:10.781 Minuten

2. Tomicevic/Zoric / Serbien 3:10.969 Minuten

3. Wallace/Tame / Australien 3:12.593 Minuten

Athletics - Men's Javelin Throw Qualifying Round - Group A

Quelle: REUTERS

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Thomas Röhler: Der Speer fliegt und fliegt. Als sei er einer dieser alten Speere, die 1986 ersetzt wurden, weil sie weiter flogen, als die Stadien groß waren. Bei 90,3 Metern sticht er in den Boden. Und Röhler weiß: "Nach 44 Jahren hat Deutschland wieder einen Speerwurf-Olympiasieger." Damit ist dann auch der 24-jährige Perfektionist zufrieden: "Wenn man diese Medaille in den Händen hält, darf man auch als Speerwerfer mal das Wort perfekt in den Mund nehmen."

1. Thomas Röhler 90,30 Meter

2. Julius Yego / Kenia 88,24 Meter

3. Keshorn Walcott / Trinidad und Tobago 85,38 Meter

© SZ.de/tbr/ebc
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