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Österreich:Fußball-Skandal droht

Verfahren gegen Österreichs Liga-Ersten

Österreichs Fußball droht vor dem geplanten Neustart der Bundesliga am 2. Juni ein Skandal. Die Liga teilte am Donnerstag mit, dass sie ein Verfahren gegen Spitzenreiter Linzer ASK wegen eines möglichen Verstoßes gegen den Grundgedanken des Fairplay eingeleitet hat. Man habe mehrere Videos erhalten, die eine Trainingseinheit des LASK zeigten. Statt des erlaubten Kleingruppentrainings sei darauf ein volles Mannschaftstraining zu sehen, das erst kürzlich stattgefunden haben soll, heißt es von der Liga. Erlaubt ist das Mannschaftstraining erst ab Freitag. Elf Bundesligisten protestierten gegen das mutmaßliche Verhalten. In der gemeinsamen Stellungnahme heißt es, die Bilder dokumentierten klar, dass die Linzer - trotz des strikten Verbotes durch die zuständigen Ministerien - ein Training mit vollem Körperkontakt absolviert habe. Der LASK hatte zuvor Wirtschaftsspionage beklagt und von zwei vermummten Verdächtigen berichtet, die im Stadion eine Überwachungskamera angebracht hätten.

Österreichs Fußball hatte seine Wettbewerbe im März wegen der Corona-Krise eingestellt. Am 29. Mai soll der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden - mit dem Finale des ÖFB-Cups zwischen dem Erstliga -Zweiten RB Salzburg und Zweitligist Austria Lustenau.

© SZ vom 15.05.2020

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