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Mainz:Perfekter Einstand

Der FSV 05 beschert seinem neuen Trainer Achim Beierlorzer einen traumhaften Einstand und überrascht mit einem furiosen 5:1-Erfolg in Hoffenheim. Dabei mussten die Gäste sogar nach einer roten Karte eine Halbzeit lang in Unterzahl agieren.

Zehn Mainzer "Mentalitätsmonster" haben ihrem neuen Trainer Achim Beierlorzer einen traumhaften Einstand beschert. Trotz einer Hälfte in Unterzahl holte der FSV Mainz 05 im ersten Spiel unter Beierlorzer einen 5:1 (1:0)-Sieg bei der TSG Hoffenheim, die zuvor sechs Pflichtspiele in Serie gewonnen hatte. Dank des Dreiers kletterten die Rheinhessen nach dem 12. Spieltag der Bundesliga auf den 13. Platz. Levin Öztunali (33.), Pierre Kunde Malong (62., 90.+3) und Jean-Paul Boëtius (90.) trafen für die Mainzer, bei denen Ridle Baku die rote Karte wegen groben Foulspiels (45.+2.) sah. Dazu kam ein Eigentor von Pavel Kaderabek (52.). Andrej Kramaric (83.) traf für die TSG.

Beierlorzer hatte am Montag seinen Job beim FSV angetreten. Es war eine der bizarrsten Trainerverpflichtungen in der Bundesliga-Geschichte, da der 51-Jährige nur neun Tage zuvor beim 1. FC Köln entlassen worden war - nach einer Pleite gegen Hoffenheim (1:2). Durch die Länderspielpause verpasste der Coach keine Partie. Beierlorzer hatte in Mainz Sandro Schwarz abgelöst. Die 23 129 Zuschauer in der Sinsheimer Arena sahen bereits in der 2. Minute die erste große Chance für die Hoffenheimer. Jürgen Locadia konnte den Lapsus des Mainzer Verteidigers Jeremiah St. Juste aber nicht zur Führung nutzen. Auf der Gegenseite vergab Jean-Paul Boëtius eine Möglichkeit (10.). Fünf Minuten später hatten die Mainzer, bei denen Stefan Bell, Dong-Won Ji und Jean-Philippe Mateta fehlten, Glück. Bei einem Schuss von Sebastian Rudy klärte Malong auf der Torlinie. Beim Treffer von Öztunali sah die Defensive der Kraichgauer schlecht aus. Mit der Führung im Rücken drängten die Gäste auf das zweite Tor. Allerdings war es Locadia auf der anderen Seite, der per Kopf hätte treffen müssen (42.). Kurz darauf flog Baku wegen seines Fouls an Sebastian Rudy nach Videobeweis vom Platz. Zu Beginn des zweiten Durchgangs erhöhten die Hoffenheimer die Schlagzahl. Die dezimierten Mainzer wurden in die Defensive gedrängt. Das Eigentor von Kaderabek machte die Bemühungen der TSG aber zunichte, die daraufhin die Linie verlor.

© SZ vom 25.11.2019 / sid
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