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Lexikon:Mismatch beim Switchen

Kleine Handreichung, um in der Transition den Überblick zu behalten: ein Nachschlagewerk der häufigsten Fachbegriffe im Basketball.

ALLEY-OOP: Spielzug, bei dem ein Angreifer den hohen Pass eines Mitspielers in der Luft fängt und den Ball dann direkt in den Korb stopft.

Boston Celtics v Milwaukee Bucks - Game One

Korrektes Handspiel: Der Ball wird geblockt, ehe er den Zenit seiner Flugbahn überschritten hat.

(Foto: Dylan Buell/Getty/AFP)

AUSBOXEN (engl. boxing out): Gegenspieler mit dem Körper vom Korb wegdrängen.

BLOCK:> die Abwehr eines Wurfs auf den Korb mit der Hand;

> das Ausbremsen eines Gegenspielers, indem man sich ihm in den Weg stellt, zum Beispiel damit der ballführende Mitspieler seinen Verfolger abschütteln kann; auch "Screen" oder -> "Pick" genannt.

BEWEGTER BLOCK (engl. moving screen): Regelwidrigkeit, wenn ein Spieler beim Blocken des Gegenspielers nicht lange genug fest auf dem Boden stehen bleibt.

DREI-PUNKTE-LINIE (auch Dreierlinie): Befindet sich ein Spieler beim Wurf hinter einer bestimmten Linie, die um den Korb herum gezogen wird, zählt der Treffer drei statt der üblichen zwei Punkte; der Radius der Linie beträgt in der Regel 6,75 Meter; in der amerikanischen Profiliga NBA sind es 7,24, im US-Collegesport 6,32.

DRIBBELN: Bewegung, bei der ein laufender Spieler den Ball mit einer Hand mehrmals auf den Boden prellt; die Hand darf dabei gewechselt werden, mehr als zwei Schritte ohne Dribbling gelten jedoch als -> Schrittfehler. Das Dribbling gilt als beendet, wenn der Ball mit beiden Händen gehalten wird.

DOUBLE DRIBBLE: Regelverstoß, wenn ein Spieler nach einem beendeten Dribbling erneut den Ball auf den Boden prellt. Nach einem Double Dribble erhält das gegnerische Team den Ball.

DUNK(ING): das Stopfen des Balles von oben in den Korb, entweder mit einer Hand oder mit beiden Händen, in jedem Fall kraftvoll und wuchtig.

FADEAWAY (JUMP SHOT): Sprungwurf, bei dem sich der Werfer vom Gegenspieler weg nach hinten fallen lässt; dadurch ist der Wurf für den Abwehrspieler schwerer zu verteidigen.

James Harden, Kevin Cutler; NBA Referee

Foul? Foul! James Harden (li.) legt bei Schiedsrichter Kevin Cutler Beschwerde ein.

(Foto: Rich Pedroncelli/AP)

FOUL: eine zu bestrafende Regelwidrigkeit, man unterscheidet drei Arten.

> persönliches Foul: unerlaubter Körperkontakt, zum Beispiel durch Stoßen, Halten oder Trikotziehen. Hat ein Spieler fünf Fouls begangen, muss er den Platz verlassen, darf aber durch einen Mitspieler ersetzt werden.

> technisches Foul: alles, was nicht durch Körperkontakt, sondern durch das Verhalten von Spielern oder Trainern entsteht, zum Beispiel Reklamieren, Provozieren des Gegners, Fehler beim Einwechseln.

> unsportliches Foul: alles, was die Gesundheit eines Gegenspielers gefährdet und mit voller Absicht begangen wird, ohne dass der Foulende eine Chance hat, an den Ball zu kommen.

GOALTENDING: regelwidriges -> Blocken eines Wurfs, wenn der Ball schon das Brett hinter dem Korb berührt oder den Zenit seiner Flugkurve bereits überschritten hat und sich in der abfallenden Phase befindet; wird als Korberfolg gewertet.

HIGH POST / LOW POST: Standortbestimmung, meistens für Center oder Power Forwards. Als High Post bezeichnet man eine Position auf Höhe der Freiwurflinie, als Low Post eine in der Nähe der Grundlinie.

MISMATCH: deutlicher Größenunterschied zwischen Verteidiger und Angreifer, aus dem sich Vor- und Nachteile ergeben können: Ein größerer Spieler nutzt für gewöhnlich seine Kraft aus, ein kleinerer seine Schnelligkeit und Wendigkeit.

PICK AND POP: Spielzug, bei dem ein Angreifer erst den Verteidiger des ballführenden Spielers blockt und sich danach von ihm löst, um hinter der -> Drei-Punkte-Linie für einen Passempfang und Wurf bereitzustehen.

PICK AND ROLL: Spielzug, bei dem sich der Angreifer nach seinem Block im Gegensatz zum Pick and Pop zum Korb hin bewegt, also abrollt; Standardspielzug gegen eine Mann-gegen-Mann-Verteidigung, weil er dem ballführenden Spieler zwei Optionen eröffnet, je nachdem wie das -> Switchen der Abwehr gelingt: a) selbst zu werfen oder b) zum abrollenden Spieler zu passen, der dann meist freie Bahn hat, um in Korbnähe abzuschließen.

SCHRITTFEHLER (engl. traveling): Regelverstoß; wenn ein Spieler aufhört zu -> dribbeln, darf er mit dem Ball nur noch zwei Schritte machen, bevor er passt oder wirft; nach einem Schrittfehler bekommt das gegnerische Team den Ball.

STERNSCHRITT: grundlegende Bewegung; zählt als ein Schritt, wobei sich der ballführende Spieler beliebig oft und in beliebiger Richtung um die eigene Achse drehen darf, solange er mit dem Standbein Bodenkontakt hält.

SWITCHEN: taktischer Wechsel der Gegenspieler bei einer Mann-Verteidigung, dabei kann ein -> Mismatch entstehen.

TRANSITION (Offense / Defense): schnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff oder umgekehrt nach dem Wechsel des Ballbesitzes.

TURNOVER: Ballverlust, meist nach Fehlpass, aber auch wegen Regelverstößen wie Schrittfehlern.