Klose bei Lazio Rom Zwei Treffer innerhalb von 60 Sekunden

Zwei Treffer: Miroslav Klose

(Foto: AFP)

Miroslav Klose erzielt beim 4:2-Erfolg von Lazio Rom zwei Tore. Chile bewirbt sich um die Fußball-WM 2030. Der deutsche Hengst Protectionist galoppiert beim Melbourne Cup am schnellsten.

Fußball, Italien: Mit zwei Toren binnen 60 Sekunden hat Weltmeister Miroslav Klose seinen Klub Lazio Rom in der italienischen Fußball-Liga auf Champions-League-Kurs gehalten. Zum Abschluss des zehnten Spieltags der Serie A sorgte der 36-Jährige beim 4:2 (3:0) gegen Cagliari Calcio neben seiner Vorlage zum 1:0 durch Stefano Mauri (7.) mit einem Doppelpack in der 25. und 26. Minute früh für vermeintlich klare Verhältnisse. Cagliari kam durch das Eigentor des früheren Bayern-Profis Edson Braafheid (48.) und Joao Pedro (84.) noch heran. Ederson (90.+2) machte mit dem 4:2 letztlich alles klar. Mit 19 Punkten verteidigte Lazio Rang drei hinter Meister Juventus Turin (25) und Vizemeister AS Rom (22), der am Mittwoch in der Champions League auf Bayern München trifft. "Das war ein wichtiger Sieg. Jetzt müssen wir von Spiel zu Spiel kämpfen, um den Platz zu halten", sagte Klose. Zuvor hatten sich Aufsteiger AC Cesena und Hellas Verona mit dem Ex-Münchner Luca Toni 1:1 (1:0) getrennt.

Pferdesport, Melbourne: Der Tod zweier Pferde hat den Triumph des deutschen Hengstes Protectionist im Melbourne Cup am Dienstag überschattet. Der japanische Favorit Admire Rakti und der einst von Deutschland nach Australien gewechselte Araldo waren nach Verletzungen nicht mehr zu retten. Admire Rakti war nach dem Rennen, das er als Letzter beendet hatte, zusammengebrochen. Die Ärzte konnten nichts mehr für ihn tun, eine Autopsie wurde von den lokalen Rennsportbehörden angeordnet. Der im Rennen siebtplatzierte Araldo hatte nach dem Rennen, irritiert durch eine Flagge im Publikumsbereich, nach hinten ausgeschlagen und sich dabei einen Beinbruch zugezogen. Er musste angesichts der Kompliziertheit des Bruches eingeschläfert werden. Protectionist hatte als erstes deutsches Pferd den Melbourne Cup, eines der wichtigsten Galopprennen der Welt gewonnen.

Basketball, NBA: Der deutsche Basketballer Dirk Nowitzki hat mit den Dallas Mavericks in der nordamerikanischen Profiliga NBA den den dritten Sieg in Serie gefeiert. Gegen die Boston Celtics retteten die Mavs einen knappen 118:113-Sieg ins Ziel, nachdem der Ex-Meister gegen Ende des zweiten Viertels bereits mit 31 Punkten Vorsprung geführt hatte. Nowitzki war mit 27 Punkten in knapp 30 Minuten zweitbester Werfer der Mavericks. Bester Akteur im vierten Saisonspiel der Texaner, die nach nach einer unglücklichen Auftaktniederlage bei Meister San Antonio Spurs (100:101) gegen Utah Jazz (120:102) und bei den New Orleans Pelicans (109:94) gewonnen hatten, war erneut Chandler Parsons mit 29 Zählern. Bei den Gästen aus Boston ragten vor allem Celtics-Guard Avery Bradley und Jeff Green heraus. Mit 32 Zählern stellte Bradley einen neuen Karriererekord auf, Green war Top-Scorer des Spiels mit 35 Punkte, sieben Rebounds und zwei Blocks. Bereits nach dem letzten Sieg in New Orleans hatte im Mavericks-Lager Unzufriedenheit geherrscht, nachdem Dallas im dritten Viertel zunächst einen 17-Punkte-Vorsprung verspielt hatte und zu Beginn des Schlussabschnitts sogar mit vier Punkten in Rückstand geriet.

Fußball, Chile: Der chilenische Profifußball-Verband ANFP wird sich um die Austragung der Weltmeisterschaft 2030 bewerben, das kündigte Präsident Sergio Jadue am Montag an. "Wir haben uns mit allen Beteiligten getroffen und wollen das Turnier alleine oder zusammen mit Uruguay veranstalten", sagte Jadue anlässlich seiner Wiederwahl. 2015 findet in dem südamerikanischen Land bereits die Copa America und die U17-WM statt. Die Ausrichtung genau 100 Jahre nach der ersten Endrunde ist prestigeträchtig, Uruguay war bereits damals Gastgeber der WM. In Chile fand das Turnier 1962 statt.

Fußball, Schalke 04: Der ehemalige Cheftrainer Jens Keller wird nicht in den Nachwuchsbereich des FC Schalke 04 zurückkehren. "Das hatten wir anfänglich so abgestimmt, weil er einen sicheren Job als Nachwuchstrainer bei uns hatte. Aber nun ist Jens Keller kein Trainer für den Nachwuchs mehr, sondern er wird sicher in nächster Zeit wieder bei einem Erstligisten auftauchen", sagte Schalkes Sportvorstand Horst Heldt der Sport Bild. Keller habe beim Revierklub "viel erreicht, das wird man daran sehen, dass er sicherlich attraktive Angebote bekommen wird". Bis zu seiner Beförderung zum Chefcoach der Profis im Dezember 2012 war Keller in der sogenannten "Knappenschmiede" für die U17 zuständig. Die wird nun vom Uerdinger Ex-Profi Uwe Grauer trainiert. Heldt will demnächst mit dem beurlaubten Keller, dessen Kontrakt noch bis Juni 2015 läuft, Gespräche führen. "Dazu sind wir noch nicht gekommen. Er hat erst mal ausgespannt und war verreist. Wir werden sicherlich in naher Zukunft Gelegenheit haben, uns zu treffen."

Fußball, Bayer Leverkusen: Bayer Leverkusen muss für den Rest des Jahres auf Fußball-Profi Kyriakos Papadopoulos verzichten. Der griechische Defensivspezialist kugelte sich im letzten Training wenige Stunden vor der Abreise zum Champions-League-Auswärtsspiel bei St. Petersburg am Montag die rechte Schulter aus und muss sogar operiert werden. Bereits nach seinem Wechsel von Schalke 04 an den Rhein hatte sich die Gelsenkirchener Leihgabe dieselbe Verletzung zugezogen. "Das ist ganz bitter für Papa", sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler vor dem Abflug nach Russland.