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Handball-WM:Deutsche Handballerinnen verlieren mit einem Tor

Evgenija Minevskaja verliert mit dem DHB-Team gegen Serbien.

(Foto: AFP)

Das DHB-Team unterliegt Serbien, hat aber noch Chancen aufs Halbfinale. Der DFB verlängert mit Stefan Kuntz. Die deutsche Biathlon-Staffel wird nur Vierte.

Handball, WM: Die deutschen Handballerinnen haben im zweiten WM-Hauptrundenspiel einen Rückschlag erlitten. Die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener unterlag dem EM-Elften Serbien am Montag 28:29 (17:19), darf trotz ihrer zweiten Niederlage im Turnierverlauf aber weiterhin auf den Halbfinal-Einzug sowie ein Ticket für ein Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio hoffen. Shenia Minevskaja und Amelie Berger waren im umgebauten Aqua Dome in Kumamoto mit jeweils sechs Treffern die besten Werferinnen der DHB-Auswahl, die am Sonntag mit dem 25:23 gegen die Niederlande einen perfekten Start in die zweite Turnierphase hingelegt hatte. Das Duell mit Rekordeuropameister Norwegen schließt am Mittwoch (12.30 Uhr) die Hauptrunde ab.

"Das ist total enttäuschend. Wir haben über 60 Minuten nicht gut in die Deckung gefunden", sagte Kreisläuferin Julia Behnke. Auch Groener erkannte in der ersten Hälfte große Defizite im Deckungsspiel seines Teams und sprach von einer "bitteren" Niederlage. "Wenn man nicht clever genug ist, holt man hier am Ende keine Punkte", sagte der Niederländer. Um bei einem Qualiturnier für Tokio 2020 dabei zu sein, muss Deutschland in Japan einen Platz unter den besten sieben Teams des Turniers erreichen. Mit 5:3 Punkten führt Deutschland die Hauptrundengruppe I an, kann im Laufe des Tages aber noch von den Niederlanden sowie Norwegen (beide 4:2 Punkte) überholt werden.

DFB, U21: Stefan Kuntz bleibt deutscher U21-Nationaltrainer. Der 57-Jährige verlängerte seinen Vertrag mit dem Deutschen Fußball-Bund langfristig bis zum 31. Juli 2023, wie der DFB am Montag mitteilte. "Ich bedanke mich für das Vertrauen und freue mich auf die kommenden Aufgaben mit der U21-Nationalmannschaft und der Olympiaauswahl, mit der wir im Sommer 2020 in Tokio um eine Medaille spielen wollen", sagte Kuntz. Der Europameister von 1996 hatte die DFB-Auswahl im August 2016 übernommen und 2017 zum EM-Titel sowie 2019 ins EM-Finale geführt. DFB-Direktor Oliver Bierhoff bezeichnete die Verlängerung als "tolles Zeichen". "Stefan genießt hohes Ansehen bei unseren Spielern und den Vereinen. Er ist ein toller Botschafter des DFB."

Fußball, Spanien: Mit drei Toren binnen 18 Minuten hat der frühere spanische Fußball-Nationalspieler Joaquín Sanchez einen jahrzehntealten Rekord in der Primera División gebrochen. Beim 3:1-Sieg seines Teams gegen Athletic Bilbao am Sonntag gelang dem 38-jährigen Offensivspieler von Betis Sevilla als bislang ältestem Profi ein Hattrick in Spaniens Eliteklasse. Den bisherigen Rekord hatte 1964 Alfredo di Stefano von Real Madrid mit 37 Jahren aufgestellt. In seinen 556 Partien in der Primera División markierte Joaquín - Fußballfans ist der Routinier vor allem unter seinem Vornamen geläufig - für Betis, den FC Malaga und den FC Valencia 73 Tore. Zudem absolvierte er 18 Spiele für die Nationalmannschaft.

Biathlon, Staffel: Die deutschen Biathletinnen sind zum Abschluss des Auftakt-Weltcups in Östersund mit der Staffel auf Platz vier gelaufen. Karolin Horchler, Denise Herrmann, Vanessa Hinz und Franziska Preuß leisteten sich am Sonntag eine Strafrunde durch Herrmann sowie insgesamt neun Nachlader und verpassten das Podium um 5,3 Sekunden. Den Sieg nach 4 x 6 Kilometern sicherte sich das norwegische Quartett, das die Schweiz mit 8,5 Sekunden Vorsprung auf Platz zwei verwies. Gastgeber Schweden lief auf Rang drei.

Weil die Männer tags zuvor nur Staffel-Achter geworden waren, holten die deutschen Skijäger beim Saisonauftakt mit Rang zwei in der Single-Mixed-Staffel lediglich einen Podestplatz. Startläuferin Horchler übergab nach zwei Nachladern mit einem Rückstand von 33,4 Sekunden als Sechste auf Herrmann. Die Verfolgungs-Weltmeisterin Herrmann kassierte im ersten Schießen gleich eine Strafrunde. Weil sie aber schnell lief und dann stehend schnell alle Scheiben traf, brachte sie ihr Team auf Rang drei. Beim letzten Schießen riskierte Preuß im Kampf der führenden vier Teams alles, vergab aber mit einem Nachlader knapp den Podestplatz.

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Skispringen, Geiger: Viel weiter könnten die Gefühlswelten im Skisprung-Doppelzimmer momentan nicht auseinanderliegen. Während der zweifache Weltmeister Karl Geiger in der Weltelite springt, befindet sich Vorzeigeathlet Markus Eisenbichler gut neun Monate nach seinen drei WM-Titeln in einem echten sportlichen Tief. Der Allgäuer Geiger bestätigte beim Weltcup im russischen Nischni Tagil seinen Aufwärtstrend, er belegte nach Rang zwei am Samstag am Sonntag den sechsten Platz. Bei Eisenbichler herrschte Frust pur: Er verpasste an beiden Weltcup-Tagen nach schwachen Sprüngen den zweiten Durchgang.

Für den neuen Bundestrainer Stefan Horngacher gibt es damit drei Wochen vor der Vierschanzentournee noch immer wenige Gewissheiten im deutschen Team. "Karl springt nach wie vor sehr gut, das passt soweit. Das Resümee von diesem Wochenende ist positiv", sagte der Tiroler. Geiger scheint im verletzungsgeplagten Team ohne Andreas Wellinger und Severin Freund derzeit die klare Nummer eins zu sein, dahinter wirkt vieles offen. Woran es bei Eisenbichler hakt und wie schnell der Bayer seine enormen Probleme auf der Schanze in den Griff kriegen kann, scheint momentan überhaupt nicht absehbar. "Wir müssen mit ihm in Ruhe weiter arbeiten, ohne Stress", kommentierte Horngacher. Eine Wettkampfpause sei eher nicht der richtige Weg, ordnete der Trainer ein. "Eisei" selbst sprach am Wochenende nicht groß, seine enttäuschten Gesten im Auslauf sagten eine Woche vor dem Heimweltcup in Sachsen genug aus.

Nach schwierigen Wochen in Wisla und Ruka machte Horngacher das DSV-Gesamtpaket am dritten Wochenende der Saison durchaus Hoffnung. "Glück oder Pech ist heute nicht so wichtig. Ich habe sehr viele gute Sprünge gesehen. Wir können zufrieden sein", erklärte der Nachfolger von Werner Schuster. Auch Geiger ist bereit für die nächsten Aufgaben in Klingenthal, Engelberg und bei der Tournee. "Ich bin mit dem Ergebnis mega happy. Es war ein gutes Wochenende", befand er im ZDF. Kollege und Youngster Constantin Schmid rundete ein gelungenes Team-Resultat als Siebter ab. Die Siege in Russland trugen bei schwierigen und wechselnden Winden der Japaner Yukiya Sato und Österreichs Stefan Kraft davon. "Die Bedingungen sind nicht ganz fair. Man kann es aber nicht ändern", sagte Richard Freitag, der im zweiten Durchgang schon nach 81 Metern landete und so nur den 30. Platz belegte. Das Gelbe Trikot des Weltcup-Führenden trägt weiter der Norweger Daniel Andre Tande, doch ein klarer Favorit in Richtung Tournee lässt sich nach den ersten vier Einzelwettkämpfen noch nicht ausmachen.

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