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Großer Preis von Monaco:Rosberg startet von der Pole Position

Formel 1 Nico Rosberg Mercedes

Durfte erst mit Verspätung jubeln: Nico Rosberg

(Foto: dpa)

Nico Rosberg sichert sich beim Großen Preis von Monaco den besten Startplatz, im Qualifying ist er stärker als Teamkollege Lewis Hamilton und die Red-Bull-Piloten. Allerdings zieht sich der Deutsche mit einem fragwürdigen Manöver den Zorn von Hamilton zu.

Nico Rosberg darf seine Pole Position für das Formel-1-Rennen am Sonntag in Monaco behalten. Nach einer Untersuchung seines Fahrfehlers in der Qualifikation am Samstag entschieden sich die Rennkommissare in Monte Carlo, keine Strafe gegen den Mercedes-Piloten auszusprechen. Rosberg hatte sich in seiner Schlussrunde in der Mirabeau-Kurve verbremst und damit auch verhindert, dass sich sein zweitplatzierter Teamkollege Lewis Hamilton noch einmal verbessern konnte. Hamilton führt die WM vor dem sechsten Saisonrennen mit nur drei Punkten Vorsprung auf Rosberg an.

Rosberg entschuldigte sich kurz darauf und beteuerte, es sei keine Absicht gewesen. Der zweitplatzierte Hamilton konnte seine Wut nicht verbergen. "Darauf habe ich keine Antwort", entgegnete er.

Weltmeister Sebastian Vettel geht nur vom vierten Platz in sein 100. Rennen mit Red Bull Racing - der Titelverteidiger musste sich erneut auch seinem Teamkollegen Daniel Ricciardo geschlagen geben.

Rosberg gelang in 1:15,989 Minuten die beste Runde vor Teamkollege Lewis Hamilton (England/1:16,048). Der 28-Jährige legte damit trotz eines Verbremsers in der letzten schnellen Runde den Grundstein für seinen zweiten Erfolg im prestigeträchtigsten Rennen des Jahres - und für seine Rückkehr an die Spitze des WM-Klassements, die momentan noch Hamilton inne hat. "Ich dachte, es war vorbei nach dem Fehler. Aber jetzt bin ich sehr happy. Gigantisch, besser könnte es nicht sein", sagte Rosberg.

Vettel (Heppenheim/1:16,547) konnte die Silberpfeile auch auf dem verwinkelten Straßenkurs nicht ernsthaft gefährden, zudem war er im sechsten Qualifying der Saison bereits zum fünften Mal langsamer als Ricciardo (Australien/1:16,384). Das Ferrari-Duo Fernando Alonso (Spanien/1:16,686) und Kimi Räikkönen (Finnland/1:17,389) bildet auf den Plätzen fünf und sechs die dritte Kraft.

Red Bull und Ferrari sind gefordert

Nico Hülkenberg (Emmerich/1:17,846) schaffte es im Force India nur auf den etwas enttäuschenden elften Startplatz. Für Adrian Sutil (1:18,745) brachte auch Monaco keine Besserung. Der Gräfelfinger, der sich zuvor noch ein positives Ergebnis auf der "Fahrerstrecke" zugetraut hatte, schied im schwachen Sauber-Boliden bereits zum vierten Mal in dieser Saison im ersten Qualifikationsabchnitt aus und startet nur von Rang 18.

Der von Vettel noch vor einigen Tagen erhoffte Regen war erwartungsgemäß ausgeblieben, bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von knapp 20 Grad waren die Piloten auf Zeitenjagd gegangen. Die Hoffnung auf einen geringeren Abstand zwischen den dominanten Silberpfeilen und der Konkurrenz erfüllte sich auf trockener Strecke dabei nur ansatzweise, auch in den engen Straßen von Monaco hatten die Silberpfeile noch einen Geschwindigkeitsvorteil.

Nur im ersten Abschnitt hielt die Konkurrenz noch gut mit, anschließend drehten Rosberg und Hamilton aber auf. Der Deutsche schien dabei von vornherein etwas besser klarzukommen, als sein Teamkollege und bestätigte den Eindruck bis zuletzt.

Sogar in Monaco, auf dem Kurs mit dem geringsten Vollgasanteil im ganzen Formel-1-Kalender, sind die Silberpfeile also im Vorteil. Für das Rennen am Sonntag, aber auch für die restliche Saison, droht Langeweile - das Thema von Mercedes ist das allerdings nicht. Eintönigkeit zu verhindern sei "nicht unsere Aufgabe, sondern die unserer Konkurrenten", sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche am Samstag: "Wir werden sie dabei nicht unterstützen." Gefordert sind Red Bull und Ferrari.