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Golf:Hohe Hürde am Atlantik

PGA: PGA Championship - First Round

Schöne Aussicht, schlechter Score: Martin Kaymer braucht ein paar Schläge zu viel in den Dünen.

(Foto: Geoff Burke/USA Today/Imago)

Für Martin Kaymer ist die US PGA Championship nach Runde zwei vorbei. Dem Sieger von 2010 mangelt es an Konstanz auf dem schwierigen Kurs.

Schwache Drives, zu wenige Bälle auf den Grüns, mäßige Putts: Mit sportlichem Mittelmaß hatte Martin Kaymer auf dem schwierigen Kurs von Kiawah Island keine Chance. 152 Schläge (75+77) benötigte der deutsche Spitzengolfer an den ersten beiden Tagen der US PGA Championship auf dem Ocean Cours, zu viele für die Qualifikation für die Schlussrunden:Er verpasste zum dritten Mal in Folge den Cut.

Die Spitze war Kaymer auf dem längsten Platz der Major-Geschichte weit enteilt. Vor allem der fünfmalige Major-Sieger Phil Mickelson aus den USA, der im Juni 51 Jahre alt wird, drehte auf den zweiten neun Löchern der zweiten Runde mit fünf Birdies mächtig auf. Sein letzter Majorsieg liegt schon acht Jahre zurück, 2013 bei der British Open. An der Atlantikküste in Kiawah Island lag er nun gemeinsam mit Südafrikaner Louis Oosthuizen zur Halbzeit mit jeweils 139 Schlägen vorn. "Er ist wieder bissig", befand Mickelsons Kollege Padraig Harrington aus Irland, der ihn auf der Runde aus der Nähe beobachten konnte.

Auf einen ähnlichen Coup hatte auch Kaymer, der Sieger von 2010, gehofft. "Driven und Putten", darauf hatte er vor Turnierbeginn den Fokus gelegt. Der Start war dann holprig, doch den Optimismus gab er nicht auf: "Ich habe mit einer guten zweiten Runde alle Chancen, den Cut zu schaffen", hatte der 36-jährige Rheinländer aus Mettmann vor den zweiten 18 Löchern geglaubt. Vor allem auf den Par-5-Löchern wollte er die Birdies machen. Das misslang. Seine Bilanz: zweimal Par, Bogey, Birdie. Kaymer spielte insgesamt fünf Bogeys und einen Doppel-Bogey. Dem standen zwei Birdies gegenüber.

Auch der Weltranglistenerste Dustin Johnson scheiterte am Cut

Auch auf Kiawah Island zeigte sich, dass Kaymer weiter Probleme hat, die Komponenten seines Spiels konstant zusammenzubringen. "Das fällt auf einem schweren Platz wie hier noch mehr ins Gewicht und ich musste sehr oft um das Par kämpfen", berichtete Kaymer. Mitte April stand er in Österreich vor seinem ersten Toursieg seit dem US-Open-Triumph 2014. Einen Monat später war beim British Masters der Cut die Hürde.

Kaymer befand sich auf bei der PGA Championship in guter Gesellschaft. Auch der Weltranglistenerste Dustin Johnson (USA) scheiterte mit 152 Schlägen am Cut. Andere Mitfavoriten schwächelten ebenfalls. Rory McIlroy (Nordirland), der die zuvor einzige PGA Championship auf dem Ocean Cours 2012 souverän gewonnen hatte, und Jordan Spieth (USA) lagen mit 147 und 148 weit hinter der Spitze zurück.

© SZ/sid/bkl
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