Fußball Effenberg: "Auch ich habe eine zweite Chance verdient"

Stefan Effenberg: Sieht sich weiter im Fußballgeschäft

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Der ehemalige Nationalspieler will wieder als Trainer arbeiten. Pascal Wehrlein hat einen neuen Arbeitgeber in der Formel 1. Felix Neureuther fährt im Slalom von Wengen aufs Podium.

Fußball, Stefan Effenberg: Stefan Effenberg hofft auch nach seiner missglückten Premiere beim damaligen Fußball-Zweitligisten SC Paderborn auf eine erneute Anstellung als Profi-Trainer. "Auch ich habe eine zweite Chance verdient", sagte der 48-Jährige dem Kicker (Montag). "Ich warte, führe Gespräche, mit einem Interessenten war ich sehr weit. Der Moment wird kommen."

Effenberg hatte Mitte Oktober 2015 die Ostwestfalen übernommen, doch nur knapp fünf Monate später trennte sich der Klub wieder vom früheren Nationalspieler. Zum Abschluss gab es unter Effenberg 13 Pflichtspiele ohne Sieg, am Ende der Saison stieg Paderborn ab. Vereinspräsident Wilfried Finke bezeichnete die Verpflichtung Effenbergs im Rückblick als "Fehler" und sagte: "Wir drohten zum SC Effenberg zu degenerieren. Diese Hollywood-Welt steht uns nicht so gut zu Gesicht." Effenberg erklärte, Paderborn habe ihm "geschadet, weil manche Medien schlechte Stimmung gegen mich verbreiteten und mich in die Schublade steckten, in der ich vor 20 Jahren war." Zudem kritisierte er den Vereinschef: "Wie Präsident Finke mit mir menschlich umging, das geht nicht."

Formel 1, Pascal Wehrlein: Pascal Wehrlein wird in der neuen Formel-1-Saison für den Sauber-Rennstall fahren. Wie das Schweizer Team am Montag mitteilte, wird der Worndorfer 2017 an der Seite des Schweden Marcus Ericsson an den Start gehen. Wehrlein hatte in der vergangenen Saison sein Formel-1-Debüt für Manor gegeben und beim Grand Prix von Österreich seinen bislang einzigen Punkt geholt. Bis zuletzt war über einen Wechsel Wehrleins als Nachfolger des zurückgetretenen Weltmeisters Nico Rosberg zu Mercedes spekuliert worden. Das Silberpfeil-Team wird dem Vernehmen nach Williams-Fahrer Valtteri Bottas als zweiten Piloten neben Lewis Hamilton verpflichten.

Ski alpin, Wengen: Drei Wochen vor den Weltmeisterschaften in St. Moritz hat Felix Neureuther sein drittes Podestresultat des Winters eingefahren. Beim traditionsreichen Weltcup-Slalom in Wengen waren nur Sieger Henrik Kristoffersen aus Norwegen und Marcel Hirscher aus Österreich schneller als der beste deutsche Skirennfahrer. Kristoffersen lag 0,15 Sekunden vor Hirscher und 0,63 Sekunden vor Neureuther. Der Deutsche war nach dem ersten Durchgang noch 13. gewesen. Stefan Luitz kam mit Startnummer 57 auf Rang zehn zu seinem besten Slalom-Resultat im Weltcup. Linus Straßer belegte Platz 19, Philipp Schmid erreichte nach langer Weltcup-Pause Rang 24.

Fußball, Afrika Cup: Trotz zweier Tore von Afrikas Fußballer des Jahres Riyad Mahrez ist Mitfavorit Algerien nur mit einem Remis in den Afrika Cup gestartet. Das Team um den Schalker Nabil Bentaleb kam am Sonntag in Franceville nur zu einem 2:2 (1:2) gegen Außenseiter Simbabwe. Kudakwashe Mahachi (17. Minute) und Nyasha Liberty Mushekwi (29./Foulelfmeter) erzielten die Tore für den 103. der Weltrangliste, Mahrez traff doppelt für Algerien (12./88.). Der Weltranglisten-39. wurde seiner Favoritenrolle für den Turniersieg noch nicht gerecht. In den noch ausstehenden Vorrundenpartien gegen Tunesien und Senegal steht das Team des Belgiers Georges Leekens damit schon unter Druck.

Fußball, Testspiele: RB Leipzig hat sich mit einem klaren Sieg gegen den schottischen Fußball-Rekordmeister Glasgow Rangers auf den zweiten Bundesliga-Saisonabschnitt eingestimmt. Die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl setzte sich am Sonntag bei ihrer Generalprobe in der Red-Bull-Arena mit 4:0 (2:0) durch und präsentierte sich sechs Tage vor dem Pflichtspielauftakt gegen Eintracht Frankfurt in einer sehr guten Verfassung. Torjäger Timo Werner (21. Minute), Leipzigs Schotte Oliver Burke (43.) und Yussuf Poulsen mit einem Doppelpack (63./80.) erzielten die Tore vor 18 780 Zuschauern. Trotz erneuter personeller Umstellungen ließen die Leipziger den Gästen auch vor mehreren tausend mitgereisten schottischen Fans kaum Chancen, selbst wenn sie ihren Hochgeschwindigkeitsfußball bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und Dauerschneefall nur phasenweise aufblitzen ließen. Im Vergleich zur 1:5-Pleite im ersten Testspiel in diesem Jahr gegen den niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam war die Mannschaft aber nicht mehr wiederzuerkennen. Der dominanten Spielweise des Bundesliga-Zweiten hatte der schottische Ligazweite kaum etwas entgegenzusetzen.

Skispringen: Die deutschen Skispringer haben beim Weltcup im polnischen Wisla den nächsten Podiumsplatz verpasst. Richard Freitag landete als bester DSV-Springer am Sonntag mit Sprüngen auf 127 und 122 Meter auf Rang sechs. Auch der Vortagesdritte Andreas Wellinger (128 und 123,5 Meter) kam diesmal nicht über den zwölften Platz hinaus. Der Sieg ging erneut an Lokalmatador Kamil Stoch, der mit 135,5 Metern den weitesten Sprung des Tages vollbrachte und nach seinem Titel bei der Vierschanzentournee seine Erfolgsserie fortsetzen konnte. Rückkehrer Gregor Schlierenzauer aus Österreich überraschte bei seinem zweiten Wettkampf mit Platz acht.In Abwesenheit des pausierenden Weltmeisters Severin Freund schafften es alle sechs DSV-Springer in den zweiten Durchgang. Neben Freitag und Wellinger gelang auch Karl Geiger als Zehnter ein starkes Resultat. Er sprang im zweiten Durchgang auf 133 Meter.

Ski alpin, Zauchensee: Christine Scheyer aus Österreich hat im Comeback-Rennen von US-Skiläuferin Lindsey Vonn völlig überraschend ihren ersten Weltcup-Sieg geholt. Bei der Abfahrt in Altenmarkt-Zauchensee war die 22-Jährige am Sonntag 0,39 Sekunden schneller als Tina Weirather aus Liechtenstein. Auf Rang drei überraschte Jacqueline Wiles aus den USA (+0,54 Sekunden). Vonn kam nach ihrer Verletzungspause und 322 Tage nach ihrem letzten Weltcup-Rennen mit 1,54 Sekunden Rückstand auf Rang 13. Viktoria Rebensburg schied nach einem Fehler früh aus, Michaela Wenig, Kira Weidle und Patrizia Dorsch verpassten die Top 30.

Fußball, Bundesliga: Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund attestiert Uli Hoeneß mangelnden Realitätssinn. Angesichts von Aussagen des Präsidenten von Bayern München über den BVB und dessen Saisonziele sprach Watzke in einem Interview mit der Welt am Sonntag von einer "Wahrnehmungsstörung". Hoeneß' Behauptung, der BVB habe dem Rekordmeister in der laufenden Saison "so richtig auf die Pelle rücken" wollen, wies Watzke zurück. "Darüber habe ich mich sehr gewundert", sagte er, "wir haben immer gesagt, dass wir eine Saison des Umbruchs haben. (...) Niemand bei Borussia Dortmund hat auch nur einen Satz gesagt, der auf diese höhnische Art hätte interpretiert werden können." Der BVB liegt nach 16 Liga-Spieltagen zwölf Punkte hinter dem Spitzenreiter FC Bayern. Zumindest die Jagd auf das neun Punkte entfernte RB Leipzig hat Watzke aber noch nicht aufgegeben: "Ich sehe sie nicht uneinholbar weit weg. Allerdings müsste schon sehr viel passen."

Biathlon, Ruhpolding: Der frühere Sprintweltmeister Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) hat beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding in der Verfolgung das Podest um 4,6 Sekunden verpasst. Über 12,5 Kilometern lief der 28-Jährige nach einem Schießfehler auf den fünften Platz, Simon Schempp (Uhingen/2) wurde Siebter. Nicht zu schlagen war wieder einmal der französische Gesamtweltcup-Führende Martin Fourcade, der trotz dreier Strafrunden bereits seinen zehnten Saisonsieg feierte. Fourcade gewann mit 18,3 Sekunden Vorsprung vor dem fehlerfreien Norweger Emil Hegle Svendsen, der Tscheche Michal Krcmar (+19,5/0) komplettierte das Podest.

Bei den Frauen haben Laura Dahlmeier (Partenkirchen) zum Abschluss des Heim-Weltcups in Ruhpolding vier Schießfehler die nächste Podestplatzierung gekostet. Die 23-Jährige landete über zehn Kilometer in der Verfolgung auf dem vierten Rang. Den Sieg sicherte sich wie im Sprint die Finnin Kaisa Mäkäräinen, die eine Strafrunde drehen musste und im Ziel 1:00,9 Minuten vor der Gesamtweltcup-Führenden Gabriela Koukalova (Tschechien/2) lag. Dritte wurde Marie Dorin-Habert (+1:23,1/3) aus Frankreich.

Biathlon, Weltcup: Die zweimalige Biathlon-Gesamtweltcupsiegerin Kaisa Mäkäräinen (34) liebäugelt mit einem Langlauf-Start bei der nordischen Ski-WM in Lahti. "Es ist eine Möglichkeit, dass ich in Lahti teilnehme. Die Langläufer sagen, dass ich kommen kann, wenn ich möchte. Aber ich muss noch darüber nachdenken", sagte die Finnin. Das große Problem der ehemaligen Weltmeisterin: Sie müsste in der kommenden Woche auf einen Start beim Weltcup der Skijäger in Antholz/Italien verzichten und stattdessen beim Langlauf-Weltcup in Ulricehamn/Schweden die Norm für die Weltmeisterschaften (22. Februar bis 5. März) erfüllen. "Ich weiß noch nicht, ob ich bereit bin, Biathlon zu verlassen, denn ich liebe es wirklich sehr", sagte Mäkäräinen, die mit ihren Trainern schnell eine Entscheidung treffen will. "Wenn du schnell laufen kannst, ist das Interesse natürlich groß, in Lahti dabei zu sein. Aber ich kann nicht an zwei Orten gleichzeitig sein", sagte Mäkäräinen. Am Samstag hatte sie beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding im Sprint mit einer Fabelzeit in der Loipe ihren ersten Saisonsieg gefeiert.

Basketball, Bundesliga: Die ausländischen Profis haben das Allstar-Spiel der Basketball Bundesliga gewonnen. Das Team International setzte sich am Samstagabend in Bonn gegen die besten deutschen Spieler knapp mit 102:99 (61:40) durch. Damit nahmen die internationalen Liga-Stars Revanche für die Niederlage im vergangenen Jahr. 2016 hatte das Team National das traditionsreiche Duell erstmals für sich entschieden. Dieses Mal nutzte der deutschen Liga-Auswahl aber auch eine starke Aufholjagd nach der Pause nichts. Das Team National machte zwar auch ohne zahlreiche verletzte Spieler wie Daniel Theis, Per Günther oder Tim Ohlbrecht einen 21-Punkte-Halbzeit-Rückstand wieder wett und ging - angeführt vom Oldenburger Philipp Schwethelm - im Schlussviertel sogar in Führung. Doch am Ende hatte die internationale Auswahl doch das bessere Ende auf ihrer Seite. Beste Werfer im Team National waren der Münchner Maximilian Kleber und der zum wertvollsten Spieler gewählte Schwethelm mit 21 Punkten. Beim Team International glänzte Raymar Morgan vom Tabellenführer Ratiopharm Ulm mit ebenfalls 21 Zählern.