Fifa-Gala in Zürich Messi ist "Weltfußballer des Jahres"

Schon wieder Lionel Messi: Überraschend setzt sich der Profi des FC Barcelona gegen seine Vereinskameraden Xavi und Iniésta durch - und nimmt den Goldenen Ball zum zweiten Mal nach 2010 in Empfang.

Und wieder ist es Lionel Messi: Der Spieler des FC Barcelona ist zum zweiten Mal nacheinander zum "Weltfußballer des Jahres" gewählt worden. Der 23 Jahre alte Ausnahmekönner vom spanischen Champion FC Barcelona erhielt am Montagabend bei der FIFA-Gala in Zürich den Goldenen Ball aus den Händen seines Vereinstrainers Josep Guardiola.

Bei der WM gescheitert, bei der Wahl zum "Weltfußballer des Jahres 2010" nicht: Lionel Messi vom FC Barcelona.

(Foto: AFP)

Obwohl er mit Argentinien bei der WM in Südafrika im Viertelfinale an Deutschland gescheitert war, setzte sich Messi bei der Abstimmung mit 22,65 Prozent etwas überraschend gegen seine Vereinskollegen und spanischen Weltmeister Andres Iniésta (17,36 Prozent) und Xavi (16,48 Prozent) durch. "Für mich war 2010 ein kompliziertes Jahr. Mit Barcelona lief es sehr gut, bei der WM weniger gut", sagte Messi.

Sein unterlegener Vereinskamerad Xavi versuchte, sich damit zu trösten, dass der Titel an seinen Verein ging: "Für Barcelona gilt, dass wir nur als Kollektiv funktionieren. Jeder hängt vom anderen ab. Es ist ein großes Glück für uns, mit den besten Spielern auf dem Platz stehen zu dürfen", erklärte Xavi.

Der beste Fußballer der Welt wurde in diesem Jahr erstmals vom Weltverband FIFA und der Zeitschrift France Football gemeinsam geehrt. Messi wurde von den Trainern und Kapitänen der Nationalmannschaften und von mehr als 150 Medienvertretern gewählt.

Auch bei den Frauen gab es eine Seriensiegerin: Die Brasilianerin Marta (38,2 Prozent) erhielt zum fünften Mal nacheinander die Trophäe als weltbeste Spielerin und nahm den Preis zu Tränen gerührt entgegen. Die deutschen Nationalspielerinnen Birgit Prinz vom 1. FFC Frankfurt (15,18 Prozent) und Fatmire Bajramaj von Turbine Potsdam (9,96 Prozent) gingen leer aus. Dafür wurde Silvia Neid zur Trainerin des Jahres gewählt.

Bei der erstmals von der FIFA durchgeführten Abstimmung setzte sich die 46 Jahre alte Bundestrainerin gegen die deutsche U-20-Trainerin Maren Meinert und die Schwedin Pia Sundhage durch. Bei den Männern gewann der Portugiese José Mourinho die Trophäe.

Sehen Sie hier alle Gewinner der Wahl zum "Weltfußballer des Jahres" in der Geschichte - eine Liste in Bildern.

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