EM-Vorrunde 2015:Deutsche Basketballer wählen Türkei als Gegner

Supercup - Deutschland - Israel

Gegen die Türkei: Heiko Schaffartzik (rechts) und die deutschen Basketballer.

(Foto: dpa)

Als einer der vier EM-Gastgeber darf sich der DBB einen Vorrundengegner aussuchen - die Wahl fällt auf die Türkei. Novak Djokovic bleibt die Nummer eins der Tenniswelt. Inter Mailand holt Trainer Roberto Mancini zurück.

Basketball: Die deutschen Basketballer treffen bei der Europameisterschaft 2015 in der Vorrunde in Berlin auf die Türkei. In einem einmaligen Vorgang wählten die vier Gastgeber der Gruppenphase "anhand kommerzieller und Marketing-Gesichtspunkten" jeweils einen Kontrahenten aus, teilte der Deutsche Basketball Bund nach der Bestätigung durch den Kontinentalverband FIBA Europe am Freitag mit. "Die Türken werden in Berlin sicherlich viele Fans mobilisieren, und auf die Partie Deutschland gegen die Türkei darf man sich jetzt schon ganz besonders freuen", sagte DBB-Präsident Ingo Weiss. Die ungewöhnliche Regelung war "aufgrund der außergewöhnlichen Umstände" durch die Rückgabe des Turniers durch den ursprünglichen Gastgeber Ukraine getroffen worden. Frankreich entschied sich für Finnland, Kroatien trifft auf Slowenien und Lettland im Nachbarduell auf Estland. Die EM findet vom 5. bis 20. September 2015 statt, die K.o.-Runde wird in Lille ausgetragen. Die Gruppen werden am 8. Dezember im Disneyland Paris ausgelost. FIBA Europe bestätigte zudem am Freitag, dass auch die EM 2017 mit 24 Mannschaften gespielt wird.

Tennis, WM: Novak Djokovic hat bei der Tennis-WM auch sein drittes Gruppenspiel gewonnen und mit dem mühelosen Einzug ins Halbfinale Platz eins in der Weltrangliste bis zum Jahresende verteidigt. Der von Boris Becker betreute Serbe setzte sich am Freitag in London gegen den Tschechen Tomas Berdych in gerade einmal 69 Minuten mit 6:2, 6:2 durch. In der Vorschlussrunde trifft Djokovic nun auf den Japaner Kei Nishikori. Ungeachtet des weiteren Verlaufs der ATP-World-Tour-Finals wird der 27-Jährige das Jahr zum dritten Mal nach 2011 und 2012 als Nummer eins der Welt abschließen. Djokovic ließ dem bemitleidenswerten Berdych von Beginn an nicht den Hauch einer Chance. In beiden Sätzen gelang dem Serben ein frühes Break, danach hatte der Weltranglisten-Erste leichtes Spiel. Nach etwas mehr als einer Stunde verwandelte der Topfavorit seinen ersten Matchball. Berdych, der zuvor noch gegen US-Open-Champion Cilic gewonnen hatte, erspielte sich im gesamten Match nicht einen einzigen Breakball. Djokovic hat die mit 6,5 Millionen Dollar dotierte Veranstaltung in den vergangenen beiden Jahren gewonnen. Gegen Berdych war es für ihn der 17. Erfolg im 19. Aufeinandertreffen.

Stanislas Wawrinka hat als letzter Tennisprofi den Einzug ins Halbfinale geschafft. Der Schweizer setzte sich am Freitagabend mit 6:3, 4:6, 6:3 gegen den Kroaten Marin Cilic durch und trifft als Zweiter der Gruppe A nun auf seinen Landsmann Roger Federer.

Eishockey, DEL: Die Eisbären Berlin haben in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ihre Niederlagenserie gestoppt. Der DEL-Rekordmeister gewann nach zuletzt vier Pleiten am Freitagabend bei den Hamburg Freezers mit 4:3 nach Penaltyschießen und sicherten sich zwei wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-Plätze. Der ERC München festigte Platz zwei durch einen 2:1-Sieg nach Verlängerung bei der Düsseldorfer EG. Die Bayern haben nun fünf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Adler Mannheim (42). In Hamburg mussten die 10 719 Fans über 15 Minuten auf die Freezers-Führung durch Garrett Festerling warten. Keine zwei Minuten später glich Jens Baxmann für die Eisbären zum 1:1 aus. Eine Sekunde vor der Drittelpause überwand Thomas Oppenheimer den Berliner Keeper Petri Vehanen zum 2:1. Im zweiten Abschnitt erhöhte Kevin Clark auf 3:1 für die Freezers, doch Petr Pohl nutzte ein Überzahlspiel der Eisbären zum Anschlusstreffer kurz vor der Drittel-Schlusssirene. Im Schlussdrittel glichen die Eisbären vier Minuten vor Schluss zum 3:3 aus: Kevin Schmidt fälschte einen Pass von Pohl ins eigene Tor ab. Im Penaltyschießen traf nur der Tscheche Pohl zum 4:3-Sieg der Berliner. Die Münchner gingen in Düsseldorf erst im zweiten Drittel durch Daniel Sparre in Führung. Manuel Strodel glich für die DEG vor 10 416 Zuschauern zum 1:1 aus. Dennoch gingen die Bayern als 2:1-Sieger nach Verlängerung vom Eis. Grant Lewis sorgte für die Entscheidung. Auf Rang drei folgen die Grizzly Adams Wolfsburg mit 34 Zählern. Die Niedersachsen besiegten die Straubing Tigers mit 2:1.

Fußball, Inter Mailand: Der 18-malige italienische Fußball-Meister Inter Mailand hat sich von Coach Walter Mazzarri getrennt und Roberto Mancini als Nachfolger zurückgeholt. Das teilte der Klub am Freitag offiziell mit. Inter zog damit vor dem Derby gegen den AC Mailand am 23. November die Konsequenzen aus dem schwachen Saisonstart (Platz neun). "Wir sind glücklich, dass wir Roberto Mancini wieder hier begrüßen können. Gemeinsam werden wir Inter wieder zu einem Top-Klub in Europa machen", sagte der indonesische Vereinspräsident Erick Thorir und betonte, dass es eine schwierige Entscheidung gewesen sei, Mazzarri zu suspendieren. "Wir danken Mazzarri für Engagement, Hingabe und Sachlichkeit, mit denen er den Klub in den vergangenen 17 Monaten geführt hat", hieß es in einem Inter-Statement. Mazzarris hatte den Posten 2013 übernommen. Nun soll Mancini wieder für Erfolge sorgen. Er hatte Inter zwischen 2004 und 2008 zu drei Meistertiteln geführt und zuletzt Galatasaray Istanbul trainiert. Mancini soll einen Vertrag über zweieinhalb Jahre erhalten. Das Training am Freitag leitete noch der bisherige Co-Trainer und Ex-Nationalspieler Giuseppe Baresi.

Basketball: Basketball-Bundesligist Alba Berlin hat in der Euroleague den zweiten Sieg eingefahren und seine Erfolgsserie fortgesetzt. Eine Woche nach dem Kantersieg gegen Limoges und fünf Tage nach dem 83:80 im Liga-Spitzenspiel gegen Meister Bayern München gewann das Team von Trainer Sasa Obradovic auch bei Cedevita Zagreb mit 80:67 (42:35). Die Berliner, die mit drei Niederlagen in die Königsklasse gestartet waren, festigten in der Gruppe B mit dem zweiten Sieg im fünften Spiel den vierten Platz, der zum Einzug in die Zwischenrunde berechtigt. Jamel McLean war mit 20 Zählern Topscorer der Gäste, vier weitere Alba-Spieler trafen zweistellig. Vor rund 4000 Zuschauern in der Drazen-Petrovic-Arena stellte Alba mit einem starken zweiten Viertel, das sie mit 21:10 für sich entschieden, frühzeitig die Weichen auf Sieg. Am kommenden Donnerstag (18.30 Uhr) muss Alba beim Gruppenersten ZSKA Moskau antreten.

Fußball, Afrika Cup: Der Afrika-Cup 2015 findet in Äquatorialguinea statt. Das teilte die Afrikanische Fußball-Konföderation CAF am Freitag mit. Das kleine Land an der afrikanischen Westküste ist als Gastgeber nun automatisch qualifiziert. Am Dienstag war dem ursprünglichen Gastgeber Marokko die Ausrichtung des Turniers (17. Januar bis 8. Februar) entzogen und das nordafrikanische Land für das Turnier disqualifiziert worden. Marokko hatte aufgrund der aktuellen Ebola-Epedemie in Westafrika wiederholt beim CAF um die Verschiebung des Wettbewerbs um ein Jahr auf 2016 gebeten.

© Süddeutsche.de/dpa/sid/ebc
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB