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Eisschnelllauf:Pechsteins 33. Weltcupsieg

Die 45-Jährige schafft über die 5000 Meter in Stavanger Historisches: So alt wie Pechstein war noch keine Konkurrentin bei einem Weltcup-Sieg. Die Berlinerin qualifiziert sich damit auch für Olympia - zum siebten Mal.

Worauf ihre Pläne ausgerichtet sind, ließ Claudia Pechstein schon vor Wochen erkennen. "Es gibt nur Olympia. In dieser Saison ist das der einzige Höhepunkt", erklärte sie. Dass sie mit 45 Jahren ihre siebten Winterspiele erleben wird, steht nun außer Frage: Am Schlusstag des Eisschnelllauf-Weltcups in Stavanger hat die fünfmalige Olympiasiegerin aus Berlin den Wettkampf über 5000 Meter in 6:56,60 Minuten gewonnen. Es war der 33. Weltcupsieg ihrer Karriere und ein Lauf, bei dem sie die jüngere Konkurrenz in den Schatten stellte. Ihre direkte Rivalin im Duell auf der Bahn, die 22 Jahre alte Isabelle Weidemann aus Kanada, war deutlich langsamer (7:00,82), und auch die Kanadierin Ivanie Blondin und Weltmeisterin Martina Sablikova aus Tschechien kamen als Zweite und Dritte nicht an Pechsteins Zeit heran. Ihre Nominierung ist nur noch Formsache; zur Erfüllung der internen deutschen Vorgaben hätte ein achter Platz genügt. Was das Rennen wert war, wusste Pechstein selbst am besten: "Ich habe hier Eisschnelllauf-Geschichte geschrieben. In diesem Alter wird wohl nie wieder einer Athletin ein Weltcupsieg gelingen. Aber für Pyeongchang hat das keine Aussagekraft", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. In den Tagen zuvor hatten auch die Geschwister Dufter den zweiten Teil der Norm erfüllt: Joel wurde Neunter über 1000 Meter, Roxanne Elfte über 1500 Meter.