Eisschnelllauf:Kein Pardon für Pechstein

Ihr Ziel bleibt die achte Olympia-Teilnahme, doch das Zerwürfnis von Claudia Pechstein, 47, mit Bundestrainer Erik Bouwman überschattet den Einstieg in die Eisschnelllauf-Saison. Einen Tag vor den deutschen Meisterschaften in Inzell forderte Pechstein eine Entschuldigung des Niederländers, nachdem ihr Bouwman mitgeteilt hatte, dass er "keinen Bock" auf ein Training mit ihr habe. Daraufhin sah sich die Berlinerin zu Alternativen gezwungen, sie trainiert künftig mit der polnischen Auswahl. Auslöser des Zwists war Pechsteins Startverzicht bei der WM in der Teamverfolgung im März. Ob sie künftig wieder im deutschen Trio laufen werde, erscheint fraglich. "Bevor Bouwman fragt, wäre erstmal eine fette Entschuldigung bezüglich seiner Aussage in Inzell fällig. Aber so wie er sich mir gegenüber verhalten hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass er großen Bock haben wird, mich zu fragen", sagte die fünfmalige Olympiasiegerin. Bouwman bestätigte seine Äußerungen, ohne konkreter zu werden. Es gebe "mehrere Gründe", warum er Pechstein nicht trainieren wolle. Deutschlands erfolgreichste Winterolympionikin hatte in Erwägung gezogen, für eine andere Nation zu starten: "Es gibt keinen anderen Verband weltweit, bei dem ich derzeit so wenig Wertschätzung genieße wie bei der DESG."

© SZ vom 08.11.2019 / dpa
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB