Eishockey Ende der Serie

Nach elf Siegen in Serie, die Vereinsrekord bedeuteten, trat der EHC München bei seinem Lieblingsgegner an: den Krefeld Pinguinen. 16 der 17 vorangegangenen Spiele gegen Krefeld hatte der EHC gewonnen - doch diesmal gab es eine 2:3-Niederlage.

Von Christian Bernhard

Besser hätten die Voraussetzungen kaum sein können. Nach elf Siegen in Serie, die Vereinsrekord bedeuteten, trat der EHC Red Bull München am Dienstag bei seinem Lieblingsgegner an: den Krefeld Pinguinen. 16 der 17 vorangegangenen Spiele gegen Krefeld hatte der EHC in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gewonnen. Am 48. Spieltag verlor er allerdings 2:3 nach Verlängerung und hat nun sechs Punkte Rückstand auf Tabellenführer Mannheim.

Der EHC begann konzentriert, riss das Spiel früh an sich und machte es sich immer wieder für längere Zeit im Krefelder Drittel bequem. Defensiv hatte der Meister lange Zeit alles im Griff, offensiv belohnte er sich in Minute zwölf: Konrad Abeltshauser zog aus der Distanz von rechts ab, und Yasin Ehliz fälschte die Scheibe zum 1:0 ab. "Die Münchner hatten zu Beginn viel Puckbesitz", sagte Pinguine-Verteidiger Garrett Noonan nach dem Startdrittel, "sie sind wirklich ein starkes Team." Der Gästetreffer sorgte für fast gespenstige Stille in der Krefelder Halle, doch die Pinguine fingen sich schnell. Jacob Berglund, mit 28 Treffern bester Torschütze der Liga, verpasste nur eine Minute später den Ausgleich, da Münchens Nationaltorhüter Danny aus den Birken zur Stelle war.

Im Mitteldrittel musste der statistisch beste Torwart der Liga aber zweimal hinter sich greifen. Erst überwand Mathias Trettenes ihn mit der Rückhand, der Treffer wurde erst nach Videobeweis gegeben (23.). Dann schlug Berglund zu und traf zum 2:1 für die Pinguine (30.). "Wir spielen heute nicht unser bestes Spiel", erklärte Münchens Keith Aulie nach dem zweiten Drittel. Justin Shugg nahm sich das zu Herzen und besorgte aus spitzem Winkel das 2:2 (43.). Phillip Bruggisser bescherte Krefeld in Überzahl aber den Sieg (61.). Am Freitag steht das Spitzenspiel Mannheim gegen München an.