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Eishockey:DEL fehlen 60 Millionen Euro

Angesichts ihrer großen wirtschaftlichen Not hat sich die Deutsche Eishockey Liga (DEL) noch nicht auf eine erneute Verschiebung des Saisonstarts durchringen können. Die Entscheidung darüber soll erst Ende kommender Woche getroffen werden. Bis dahin fordert die Liga verbindliche Zusagen der Politik für einen Spielbetrieb mit mehr Zuschauern. "Alle Klubs wollen unbedingt spielen, aber unter den derzeitigen Rahmenbedingungen ist dies wirtschaftlich nicht seriös darstellbar", sagte DEL-Aufsichtsratschef Jürgen Arnold nach stundenlangen Beratungen der 14 Vereine am Montag. "Uns fehlen für einen verantwortungsvollen Saisonstart rund 60 Millionen Euro, die wir ohne die Hilfe Dritter alleine nicht aufbringen können." Eigentlich hätte die DEL bereits am vergangenen Freitag in die Saison starten sollen. Wegen der Pandemie und dem bisherigen Ausschluss von Zuschauern war der Beginn der Spielzeit bereits auf Mitte November verschoben worden - in der Hoffnung, dann vor Zuschauern spielen zu können. Dieser Wunsch blieb zum Teil jedoch unerfüllt. Die 20 Prozent der eigentlichen Zuschauer-Kapazitäten, die aktuell zugelassen sind, sind für einen wirtschaftlichen Spielbetrieb zu wenig für die meisten DEL-Clubs. Nach vorherigen Signalen aus der Politik hatte man auf erheblich mehr Zuschauer gehofft. Sollte es bis Ende der kommenden Woche keine hoffnungsvollere Perspektive aus Sicht der Liga geben, er scheint eine weitere Verschiebung des Saisonstarts oder eine Verkürzung der Spielzeit unausweichlich.

© SZ vom 22.09.2020 / DPA

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