Doping:Wada in der Kritik

Der Doping-Vedacht Christopher Froome erhitzt die Gemüter vor dem Start der Tour de France. Jetzt rechtfertigt sich UCI-Präsident David Lappartient.

Der Weltradsportverband UCI wehrt sich gegen Kritik an der Einstellung des Doping-Verfahrens gegen den britischen Radprofi Christopher Froome. UCI-Präsident David Lappartient erklärte in der Tageszeitung Figaro, man habe aufgrund einer Entscheidung der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada gehandelt. "Alle gehen auf die UCI los, aber wenn ich am 28. Juni einen Brief von der Wada erhalte, der mir sagt, dass die Proben von Herrn Froome keine Verletzung der Anti-Doping-Regeln darstellen, sehe ich nicht, wie ich Froome im Licht dessen sanktionieren könnte." Der Weltverband hatte den Radprofi am Montag nach einer neun Monate langen Prüfung vom Doping-Verdacht freigesprochen. Er startet am Samstag bei der 105. Tour de France.

Im Teilnehmerfeld wird insbesondere die undurchsichtige Entscheidung der Wada infrage gestellt. Der deutsche Teammanager Ralph Denk vom Rennstall Bora-hansgrohe begrüßte zwar gegenüber der TZ, "dass wir uns auf den Sport konzentrieren können". Zugleich forderte Denk, die Regeln zu überarbeiten. "Das sind alles Lücken und Grauzonen im Reglement - und die müssen genauer definiert werden." Es gebe "nur zwei Möglichkeiten: Ein Fahrer ist positiv und darf nicht mehr mitmachen, oder er ist negativ und darf starten". Der deutsche Profi Tony Martin sagte, der Radsport habe durch das sich lange ziehende Verfahren "großen Schaden" genommen. Und das französische Publikum buhte Froome am Donnerstag bei der Präsentation der 22 Teams in La Roche-sur-Yon aus.

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