Doping im US-Baseball Zwei MLB-Spieler müssen 80 Spiele zuschauen

80 Spiele wegen Doping gesperrt: Werfer Ervin Santana von den Minnesota Twins starting

(Foto: AP)

Die amerikanische Baseballliga MLB hat zwei Profis aus der Dominikanischen Republik zu langen Dopingsperren verurteilt. Novak Djokovic und Andy Murray bestreiten das Finale beim Tennisturnier in Miami. Und Golfer Tiger Woods kündigt seine Rückkehr auf die Tour an.

Baseball, MLB: Die amerikanische Baseballliga MLB hat innerhalb weniger Tage zwei Spieler aus der Dominikanischen Republik zu Dopingsperren verurteilt. Ervin Santana, Pitcher der Minnesota Twins, darf 80 Spiele nicht für seinen Klub auflaufen. Bereits am Donnerstag war Arodys Vizcaino von den Atlanta Braves ebenfalls mit einer Sperre von 80 Spielen belegt worden. Beide waren mit dem anabolen Steroid Stanozolol erwischt worden. Die MLB kämpft seit Jahren gegen den Missbrauch von anabolen Steroiden und Wachstumshormonen. Alex Rodriguez war im August 2013 zu einer Rekordsperre von 211 Spielen verurteilt worden. In der kommenden Saison, die am Sonntag beginnt, steht der Third Baseman der New York Yankees wieder auf dem Platz.

Tennis, Mimai: Im Tennis-Endspiel des ATP-Masters von Miami kommt es zum dritten Mal zu einem Duell zwischen Novak Djokovic und Andy Murray. Der serbische Weltranglisten-Erste und Boris Becker-Schützling Djokovic gewann am Freitag (Ortszeit) sein Halbfinale gegen den US-Amerikaner John Isner nach 90 Minuten 7:6 (7:3), 6:2. Der 27-Jährige steht somit zum sechsten Mal im Finale des mit 5,38 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Events. Olympiasieger Murray aus Schottland schaffte mit einem 6:4, 6:4-Erfolg gegen den Tschechen Tomas Berdych zum vierten Mal den Sprung ins Endspiel. Titelverteidiger Djokovic und Murray standen sich bereits 2009 und 2012 im Kampf um den Turniersieg gegenüber. Vor sechs Jahren setzte sich Murray durch, bei der Revanche drei Jahre später hatte dann Djokovic das bessere Ende für sich.

Golf, Tiger Woods: Tiger Woods wird am Masters in Augusta in der

kommenden Woche teilnehmen. Das kündigte die ehemalige Nummer eins der Golf-Weltrangliste am Freitag auf seiner Homepage und via Twitter an. "Es ist offensichtlich sehr wichtig für mich und ich möchte dort sein", schrieb Woods. Anfang Februar hatte der Amerikaner sein bis dato letztes Turnier auf der PGA-Tour gespielt hat. Rücken- und Schlagprobleme zwangen den 14-malige Majorsieger zu einer wochenlangen Pause. In der Zwischenzeit rutschte der 39-Jährige zum ersten Mal seit fast zwei Jahrzehnten in der Weltrangliste aus den Top 100. "Ich habe sehr viel an meinem Spiel gearbeitet und freu mich auf den Wettkampf", sagte er nun.

Schwimmen, Comeback: Grant Hackett hat am ersten Tag der australischen Schwimm-Meisterschaften in Sydney ein eindrucksvolles Comeback gefeiert. Der 34 Jahre alte Olympiasieger über 1500 Meter Freistil von 2000 und 2004 schwamm am Freitag über 400 Meter Freistil in 3:46,53 Minuten überraschend auf den dritten Platz. Damit unterstrich Hackett nach sechs Jahren Abstinenz seine Ambitionen auf einen Platz in der 4x200-Meter-Freistilstaffel bei den Weltmeisterschaften im russischen Kasan (24. Juli bis 9. August). "Eine so starke Leistung hatte ich nicht erwartet. Ich kann es kaum glauben, dass ich deutlich unter 3:50 Minuten geblieben bin", sagte Hackett. "Ich trainiere erst wieder seit sechs Monaten ernsthaft." Mit seiner Leistung katapultierte er sich zugleich auf Platz vier der Weltjahresbestenliste. Mackenzie Horton entschied in Weltjahresbestzeit von 3:42,82 Minuten das Rennen für sich und sicherte mit dem Zweitplatzierten David McKeon (3:44,28) einen Platz im australischen WM-Team.

Leichtathletik, Rücktritt: Der chinesische Hürdensprint-Olympiasieger Liu Xiang wird seine Karriere beenden. Wie Zeitungen seines Landes am Freitag berichteten, will der 31-jährige frühere Weltrekordler am Dienstag seinen Rücktritt bekanntgeben. Damit würde er auch die Spekulationen über einen Start bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking beenden. Bereits im Februar hatte er der Zeitung China Daily gesagt, dass die Chance auf eine WM-Teilnahme "sehr gering" sei. Liu Xiang war 2008 bei den Olympischen Spielen in Peking nach einem Fehlstart und vier Jahre später in London nach einem Sturz im Vorlauf über die 110 Meter Hürden ausgeschieden. In beiden Fällen war er von Achillessehnenverletzungen geplagt. Seit dem Aus 2012 in London absolvierte der in Shanghai geborene Hürdensprinter kein Rennen mehr. Nach seinem Olympiasieg 2004 in Athen war Liu Xiang in China zum Helden aufgestiegen. Am 11. Juli 2006 stellte er in 12,88 Sekunden beim Meeting in Lausanne einen Weltrekord auf. Ein Jahr später wurde der Hürdensprinter Weltmeister.