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Coronavirus:Gündogan positiv getestet

Jetzt ist auch der erste deutsche Fußball-Nationalspieler betroffen: Ilkay Gündogan ist positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie sein Klub Manchester City am Montag mitteilte. Der 29-Jährige ist der nächste in einer Reihe an prominenten Profis, die sich mit Covid-19 angesteckt haben. Er muss sich nun für zehn Tage in Quarantäne begeben. "Jeder im Klub wünscht Ilkay eine schnelle Genesung", hieß es im offiziellen Statement von Manchester City. Gündogan selbst wollte sich zunächst nicht äußern. Fest steht: Er wird seinem Klub in den ersten Saisonspielen fehlen, so auch am Montag bei den Wolverhampton Wanderers.

Manchesters ursprünglicher Start in die neue Spielzeit in der Vorwoche gegen Aston Villa war wegen Citys Einsatz in der Champions League in Lissabon im August verschoben worden. Neben dem Spiel am Montag wird Gündogan auf jeden Fall die Heimpartien am Donnerstag (20.45 Uhr) in der dritten Runde des Ligapokals gegen Bournemouth und am Sonntag (17.30 Uhr) in der Premier League gegen Leicester City verpassen. Bereits Anfang September hatte die Mannschaft zwei Corona-Fälle zu vermelden gehabt: Riyad Mahrez und Aymeric Laporte.

Gündogan hatte zuletzt mit der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am 3. und 6. September in der Nations League gegen Spanien und in der Schweiz auf dem Platz gestanden. Beim 1:1 gegen die Eidgenossen hatte er gar getroffen und seine Mannschaft im Nachgang für die mäßige Leistung harsch kritisiert. Mit seinem Corona-Befund reiht sich Gündogan in die Riege von prominenten Spielern ein, die sich in den vergangenen Wochen angesteckt hatten. Allein der von Thomas Tuchel trainierte Champions-League-Finalist Paris Saint-Germain beklagte zahlreiche Fälle: Neymar und seine Teamkollegen Mauro Icardi, Angel Di Maria, Leandro Paredes, Marquinhos und Torhüter Keylor Navas hatten sich bei einem Urlaub auf Ibiza infiziert, Kylian Mbappé wurde bei der französischen Nationalmannschaft positiv getestet. Wo Gündogan sich infiziert hat, blieb vorerst unklar.

© SZ vom 22.09.2020 / SID

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