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Boxen:Culcay gewinnt knapp gegen Baraou

Boxen: Baraou - Culcay

Knappe Entscheidung nach Punkten: Jack Culcay (r.) besiegt Abass Baraou.

(Foto: dpa)

Der 34-Jährige darf nun mit einem WM-Kampf im Superweltergewicht rechnen. Borussia Dortmund sucht weiter seine Form.

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Boxen: Jack Culcay hat sich das Recht auf einen WM-Ausscheid im Superweltergewicht erkämpft. Der 34 Jahre alte Berliner gewann am späten Freitagabend in der Hauptstadt gegen den 25 Jahre alten Abass Barou aus Berlin knapp nach Punkten. Ein Puntrichter entschied sich für Baraou (116:113), die anderen Unparteiischen waren für Culcay (115:114, 115:113). Ein Titel stand nicht zur Disposition, wohl aber die Aussicht auf einen WM-Kampf des renommierten Verbandes IBF.

Baraou gilt trotz der Niederlage als großer Hoffnungsträger im deutschen Boxen. Als Amateur war er Europameister und WM-Dritter, als Profi hat er im zehnten Kampf die erste Niederlage hinnehmen müssen.

Fußball, Testspiele: Borussia Dortmund befindet sich gut zwei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal noch auf Formsuche. Der BVB blieb im Rahmen der digitalen Saisoneröffnung auf dem heimischen Trainingsgelände in zwei Tests gegen Zweitligisten ohne Sieg. Das Team von Trainer Lucien Favre kam zunächst gegen den SC Paderborn nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus, drei Stunden später verloren die Westfalen gegen den VfL Bochum sogar mit 1:3 (0:2).

Mats Hummels konnte gegen den VfL per Traumtor nur verkürzen. Silvere Ganvoula mit einem Doppelpack (17., 46.) und Simon Zoller (25.) trafen für Bochum. Gegen Paderborn brachte Nachwuchstalent Immanuel Pherai (30.) den Favoriten in Führung, doch Kai Pröger (67.) gelang für den Bundesliga-Absteiger der nicht unverdiente Ausgleich.

Bereits am vergangenen Wochenende hatte die Borussia gegen den holländischen Spitzenklub Feyenoord Rotterdam mit 1:5 verloren. Beim Testdoppelpack am Freitag setzte Favre jeweils auf eine Mischung aus gestandenen Profis und hoffnungsvollen Nachwuchsspielern. In Bestbesetzung trat der Vizemeister nie an.

Fans im Stadion, Union Berlin: Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin plant die Generalprobe zum Saisonstart erstmals in der Corona-Krise wieder mit Zuschauern im heimischen Stadion An der Alten Försterei. Wie die Eisernen am Freitag mitteilten, soll das Testspiel gegen Zweitligist 1. FC Nürnberg am 5. September (17.30 Uhr) mit den in der Hauptstadt dann maximal erlaubten 5000 Teilnehmern durchgeführt werden. Ab 1. September sind in Berlin laut gültiger Infektionsschutzverordnung wieder Freiluftveranstaltungen mit dieser Personenzahl zugelassen.

Union hatte erst kürzlich mit Plänen überrascht, schon zum Start der neuen Spielzeit wieder vor einem ausverkauften Stadion spielen zu wollen. Dies war aber nicht realisierbar und erhielt von der Politik eine deutliche Absage. Auch der Vorstoß, mit Hilfe von präventiven Corona-Tests aller Besucher schnell für eine Vollauslastung des Stadions mit 22 012 Zuschauern zu sorgen, scheiterte bislang.

Mit Hilfe eines Losverfahrens sollen nun Tickets vergeben werden - ausschließlich an Unions Vereinsmitglieder. Pro Vereinsmitglied könne ein kostenfreies Los erworben werden. Die Eintrittskarten werden personalisiert und dürfen nicht weitergegeben werden, teilte Union mit und ergänzte: "Es ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen." Nur am Platz könne die Maske abgenommen werden, bei Verlassen des Platzes und auch sonst müsse sie auf dem Stadiongelände getragen werden.

Russland, Anti-Doping: Der russische Anti-Doping-Chef Jurij Ganus ist am Freitag aufgrund fragwürdiger Vorwürfe gefeuert worden. Das Olympische Komitee und das Paralympische Komitee Russlands werfen dem Generaldirektor der Anti-Doping-Agentur Rusada finanzielle Verfehlungen vor. Unter anderem soll er Urlaube als Geschäftsreisen getarnt und abgerechnet haben. Ganus bestreitet die Vorwürfe. Ganus hatte sich seit seinem Amtsantritt im Jahr 2017 nicht gescheut, im Zusammenhang mit den russischen Dopingskandalen die Namen von Verantwortlichen zu nennen. Im Oktober griff er in einem Interview mit dem Deutschlandfunk auch Staatspräsident Wladimir Putin an und kritisierte ihn für mangelnde Unterstützung bei der Aufklärung.

Die Aufsichtsbehörde der Rusada stellte daraufhin bei einer außerordentlichen Prüfung "erhebliche Unregelmäßigkeiten bei finanziellen und wirtschaftlichen Aktivitäten" fest und empfahl vor zwei Wochen die Entlassung von Ganus. Er soll Ausgaben von insgesamt 1,5 Millionen Dollar nicht nachvollziehbar erklärt haben.

© SZ.de/dpa/sid/chge
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