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Basketball:Sparkurs in Bayreuth

Mit einem "radikalen Sparkurs" versucht der Bundesligist medi Bayreuth, den Basketball-Standort in Oberfranken zu sichern. Um die von der Corona-Pandemie ausgelöste wirtschaftliche Krise "überwinden zu können, wurden nun alle Mitarbeiter, inklusive aller verbliebenen Spieler, in Kurzarbeit geschickt", wie der Verein am Wochenende mitteilte. Die Maßnahme sei "unumgänglich, um die Zukunft des Klubs zu sichern", wie Geschäftsführer Björn Albrecht sagte. Der Spielbetrieb war am vergangenen Mittwoch von der Basketball-Bundesliga (BBL) nochmals bis zum 30. April ausgesetzt worden. In einer Notbesetzung arbeitet der Tabellenzwölfte aktuell im Homeoffice weiter. Der Fortbestand des Bayreuther Basketball-Standorts liege verteilt auf vielen Schultern. Der Verein will "im Laufe der kommenden Woche offen auf Sponsoren und Fans zugehen und um Unterstützung bitten". Carl Steiner, Alleingesellschafter der Spielbetriebsgesellschaft von medi Bayreuth, hatte die Liga-Führung nach ihrer Entscheidung gegen einen Saisonabbruch zuletzt scharf kritisiert. "Ein ganzer Sack voller Clubs hat Spieler heimgeschickt, weil sie sich das nicht leisten konnten. Wenn da wirklich noch mal gespielt werden sollte, wäre das eine Farce", sagte er dem Nordbayerischen Kurier. Die Oberfranken hatten bereits die Verträge mit ihren US-Profis James Robinson, Bryce Alford, Nate Linhart, Charles Woodard, Reid Travis und Evan Bruinsma aufgelöst. Die Spieler sind zurück in die USA gereist.

© SZ vom 30.03.2020 / dpa

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