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Basketball:Brose bleibt bei Bamberg

Die Brose Unternehmensgruppe bleibt entgegen ihrer Ankündigung aus der Vorwoche doch Gesellschafter beim Bundesligisten Brose Bamberg. Das gab der Klub am Sonntag bekannt. Demnach seien Gespräche mit anderen Unternehmern über eine Übernahme der Anteile gescheitert. Daraufhin erklärte sich Brose bereit, "mindestens als Mehrheitsgesellschafter (...) weiter zur Verfügung zu stehen". Am 15. Mai hatte das Unternehmen seinen Ausstieg als Gesellschafter zum 1. Juli bekannt gegeben, wollte dem Klub aber als Haupt- und Namenssponsor erhalten bleiben. Der Automobilzulieferer Brose hatte die Entscheidung infolge der Coronakrise und der "massiven Veränderungen in der Automobilindustrie" getroffen. Bei der Suche nach einem neuen Gesellschafter sei es in Gesprächen jedoch "zu keiner Übereinstimmung über die grundsätzliche Ausrichtung des Klubs und seiner sportlichen Ziele" mit dem Unternehmen Brose gekommen, wie es nun hieß. Mit dem Verbleib scheinen die größten Unsicherheiten über die Zukunft des Traditionsklubs zunächst beseitigt zu sein.

Ende vergangener Woche hatte Brose Bamberg seine Kooperation mit dem Nachwuchsteam der Baunach Young Pikes beendet. Die Mannschaft aus der dritten Liga, der ProB, war seit 2013 das Farmteam des neunmaligen Meisters. Nachwuchsakteure sammelten dort Spielpraxis, während sie gleichzeitig die Chance hatten, bei den Profis in Bamberg zu trainieren und zu spielen. Der Bundesligist beendete die Zusammenarbeit "schweren Herzens", wie Geschäftsführer Arne Dirks sagte. In der siebenjährigen Kooperation entwickelten sich in Baunach einige Bundesligaprofis und Nationalspieler, etwa Johannes Thiemann, Andreas Obst und Leon Kratzer. Im derzeitigen Bamberger Kader, der sich auf das Finalturnier im Juni vorbereitet, stehen drei Profis, die bei den Young Pikes ausgebildet worden waren. Wie es mit dem Nachwuchsteam weitergeht, ist offen. Eine weitere Teilnahme an der ProB sei "aus finanziellen und organisatorischen Gründen ausgeschlossen", hieß es.

© SZ vom 25.05.2020 / sid, dpa

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