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Basketball:Bitte nicht wecken!

Nicht nur Andrea Trinchieri glaubte, zu träumen am Freitagabend beim Blick auf die Euroleague-Tabelle. In der standen die Basketballer von Bayern München nach dem 74:68 über Olympiakos Piräus tatsächlich auf Platz eins, dank des besten Korbverhältnisses im Vergleich mit Zalgiris Kaunas und dem FC Barcelona (je 4:1 Siege). "Weckt mich nicht auf!", flehte der FC-Bayern-Trainer Trinchieri ins Mikrofon von Magentasport. Bloß am ersten Spieltag hatte sein Team verloren, 79:81 nach Verlängerung gegen Mailand. Seitdem gewannen die FC-Bayern-Profis viermal nacheinander. "Das ist ein guter Start, aber das muss nichts bedeuten", relativierte Kapitän Nihad Djedodic nüchtern den Erfolg, zu dem Wade Baldwin (18 Punkte) und Vladimir Lucic (16) am meisten beigetragen hatten.

Den Münchnern bleibt momentan weder Zeit zum Feiern, noch zum Träumen. Bereits am Sonntag mussten sie zum zweiten Gruppenspiel um den deutschen Pokal beim Mitteldeutschen BC in Weißenfels antretenBayreuth (89:95) hatte Trinchieri gelernt, seine Spitzenkräfte auch mal zu schonen; am vorigen Wochenende waren die Münchner sichtlich platt gewesen. Diesmal durften Djedovic, Lucic, Baldwin und einige andere pausieren, gegen den MBC reichten bislang kaum eingesetzte Profis wie T.J. Bray (19 Punkte) und Nachwuchskräfte wie Matej Rudan (neun Punkte, acht Rebounds) zum ungefährdeten 97:60-Sieg. Damit wahrten die Münchner ihre Chance auf die Finalrunde in eigener Halle. Allerdings müssen sie dafür am Montag auch noch gegen Crailsheim gewinnen.

© SZ vom 26.10.2020 / sz

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