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Basketball:Bamberg gewinnt im Pokal, Alba in der Euroleague

Die Franken starten mit einem Sieg gegen Ulm in die Gruppenphase. Berlin setzt sich bei ZSKA Moskau durch.

Brose Bamberg ist mit einem Sieg in die Gruppenphase des deutschen Basketball-Pokals gestartet. Die Franken setzten sich in Weißenfels im Duell der Halbfinalisten der Vorsaison gegen ratiopharm Ulm am Samstag mit 74:65 (35:29) durch. Michele Vitali war mit 15 Punkten bester Werfer der Baskets, bei Ulm ragte Troy Caupain mit 14 Zählern heraus. Für das Auftaktspiel der Gruppe C waren 500 Zuschauer in der Kleinstadt in Sachsen-Anhalt zugelassen.

Die bereits im Europacup aktiven Ulmer erwischten den besseren Start, doch Bamberg kämpfte sich im zweiten Viertel zurück und in Führung. Die Franken blieben bestimmend, bauten den Vorsprung kontinuierlich auf maximal 13 Punkte aus. Ulm kam dank einer guten Dreier-Quote noch einmal ran, aber nicht mehr an Bamberg vorbei. Im zweiten Spiel der Gruppe treffen am Sonntag die MHP Riesen Ludwigsburg und s.Oliver Würzburg ebenfalls in Weißenfels aufeinander. Die Spieltage zwei und drei werden dann am 24. und 25. Oktober in Ulm ausgetragen. Das Final-Turnier, für das sich nur die vier Gruppensieger qualifizieren, soll am 1. und 2. November in München ausgetragen werden.

Auch Meister Alba Berlin will in München dabei sein, muss dafür am Sonntag aber erstmal in Bonn gegen die Löwen Braunschweig ran. Die Berliner dürften allerdings mit viel Selbstbewusstsein anreisen, nachdem sie in der Euroleague für eine Überraschung gesorgt haben. Das Team des spanischen Trainer-Routiniers Aito Garcia Reneses, 73, gewann bei Titelverteidiger ZSKA Moskau 93:88 (47:51) und feierte damit den ersten Sieg im vierten Spiel der europäischen Königsklasse. Der Italiener Simone Fontecchio war mit 20 Punkten Albas erfolgreichster Werfer, Nationalspieler Johannes Voigtmann kam für Moskau nur auf zwei Zähler.

Vor der Partie hatte Reneses die nächste Niederlage befürchtet. "ZSKA ist eine großartige Mannschaft. Physisch sind sie größer und kräftiger als wir", sagte er über die Spieler des russischen Serienmeisters, der 2019 den Titel in der EuroLeague gewonnen hatte. Auch in der vergangenen Saison lag ZSKA vor dem Abbruch durch die Corona-Pandemie auf Final-Four-Kurs. Vor 3087 Zuschauern in Moskau sah es bis zur Pause nach einem standesgemäßen Sieg der Gastgeber aus, doch Alba steigerte sich in der zweiten Halbzeit. Moskaus überragende US-Amerikaner Mike James (27 Punkte) und Will Clyburn (25) stemmten sich gegen die Niederlage. Doch Niels Giffey mit einem wichtigen Offensivrebound und sein Nationalmannschaftskollege Maodo Lo von der Freiwurflinie sorgten für die Entscheidung. Alba empfängt am kommenden Donnerstag (22. Oktober) Baskonia Vitoria-Gasteiz aus Spanien.

© SZ vom 18.10.2020 / sid, dpa/dsz

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