America's Cup:Team New Zealand steht vor dem Gesamtsieg

America's Cup - Finals Races 6 & 7

Der America's Cup in der Bucht von San Francisco.

(Foto: Ezra Shaw/AFP)

Der Herausforderer führt gegen Titelverteidiger USA mit 7:3 und könnte das Finale bereits am Dienstag entscheiden. Der 1. FC Nürnberg muss eine hohe Geldstrafe berappen, weil sich seine Fans daneben benehmen. Mailands Kaka fällt verletzt aus und verzichtet auf Gehalt.

America's Cup: Herausforderer Team New Zealand hat am Sonntag beim 34. Americas's Cup den nächsten großen Schritt zum dritten Gesamtsieg gemacht. Die Mannschaft um Skipper Dean Barker gewann im Kampf um die bedeutendste Segeltrophäe der Welt ein umkämpftes zehntes Rennen in der Bucht von San Francisco gegen Titelverteidiger Oracle (USA) mit 17 Sekunden Vorsprung. Zuvor hatte Oracle das neunte Duell mit einem Abstand von 46 Sekunden gewonnen und neue Hoffnung geschöpft. Team New Zealand benötigt nun beim Stand von 7:3 jedoch nur noch zwei Erfolge zum Gesamtsieg. Damit könnte das Finale schon bei den nächsten beiden Rennen am Dienstag entschieden werden.

Die amerikanische Crew um Steuermann James Spithill braucht dagegen weiter ein kleines Wunder: Oracle muss nach einem Abzug von zwei Punkten wegen einer Material-Manipulation noch acht Siege einfahren, um die älteste Trophäe der Welt erneut zu gewinnen. Das zehnte Rennen könnte dabei Signalwirkung entwickeln. In einem engen Rennen wechselte die Führung mehrfach, die Neuseeländer hatten das bessere Ende für sich und nahmen dem Gegner damit die Chance auf den dritten Sieg in Folge. "Wer diese Rennen heute nicht genossen hat, der sollte sich vielleicht einen anderen Sport anschauen", sagte Barker: "Es war sehr wichtig nach dem ersten Lauf zurückzukommen. Da war Oracle sehr stark und hat uns keine Chance gelassen."

Fußball, Geldstrafe: Der 1. FC Nürnberg muss 80.000 Euro bezahlen, weil seine Fans randaliert haben. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den fränkischen Bundesligisten am Montag mit dieser vergleichsweise hohen Geldstrafe belegt. "Club"-Anhänger waren in der Begegnung bei Eintracht Frankfurt am 9. Februar aus der Rolle gefallen. Nach einem Bannerverbot versammelten sich mehrere Hundert im Eingangsbereich und rüttelten an den Zäunen, etwa hundert überwanden die Absperrungen. Dabei wurde ein Ordner attackiert, es kam auch zu Sachbeschädigungen. In der Parte bei Borussia Dortmund am 25. Januar waren außerdem im Nürnberger Zuschauerblock mehrere Rauchbomben gezündet worden. Strafmildernd hat sich nach DFB-Angaben ausgewirkt, dass der Verein nach dem Spiel in Frankfurt 17 Tatverdächtige identifiziert hatte. Das Urteil ist noch nichts rechtskräftig, Nürnberg kann binnen 24 Stunden eine mündliche Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht beantragen.

Fußball, AC Mailand: Kaka vom AC Mailand steht wegen einer Adduktorenverletzung drei Wochen nicht zur Verfügung, verzichtet allerdings in dieser Zeit auf eine Gehaltszahlung. "Ich habe mit Geschäftsführer Adriano Galliani gesprochen und ihm versichert, dass ich kein Gehalt kassieren werde, solange ich nicht wieder genesen bin", sagte der Milan-Rückkehrer im Interview mit dem vereinseigenen "Milan Channel". Die Verletzung hatte sich der Weltfußballer von 2007 im Meisterschaftsspiel gegen FC Turin (2:2) zugezogen. Kaka war erst vor zwei Wochen von Real Madrid zu dem Lombarden zurückgekehrt. Der offensive Mittelfeldspieler hatte bereits von 2003 bis 2009 bei den Rossoneri unter Vertrag gestanden, bevor er für 65 Millionen Euro nach Madrid zu Real gewechselt war.

Tennis, WTA-Turnier: Julia Görges ist beim WTA-Turnier in Seoul in das Achtelfinale eingezogen. Die 24 Jahre alte Tennisspielerin aus Bad Oldesloe gewann am Montag ihr Auftaktmatch gegen die Japanerin Misaki Doi mit 6:3, 7:5. Görges ist bei der mit 500.000 Dollar dotierten Hartplatz-Veranstaltung an Nummer sechs gesetzt. Weitere deutsche Starterinnen in Seoul sind Andrea Petkovic und Annika Beck.

Fußball, SC Freiburg: Christian Streich vom Fußball-Bundesligisten SC Freiburg muss für seinen Wutausbruch während des Punktspiels beim badischen Rivalen 1899 Hoffenheim (3:3) 5000 Euro berappen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) belegte den Coach mit dieser Geldstrafe, Streich hat dem Urteil bereits zugestimmt. Er war in der Begegnung des 3. Spieltags am 24. August kurz vor der Pause von Schiedsrichter Tobias Stieler (Hamburg) auf die Tribüne geschickt worden, weil er die Coaching-Zone in Richtung der Hoffenheimer Bank verlassen hatte. Vorausgegangen war eine Gelb-Rote Karte gegen den Freiburger Francis Coquelin. Streich warf dem Hoffenheimer Co-Trainer Frank Kaspari vor, den Platzverweis gefordert zu haben. Selbst weit nach Abpfiff konnte sich Streich nicht beruhigen und rief mehrfach "Schäm Dich" in Richtung Kasparis.

Fußball, Champions League: Ohne die verletzten Gonzalo Castro und Jens Hegeler ist Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen am Montagmorgen zum Champions-League-Auftakt bei Manchester United aufgebrochen. Castro laboriert an einem Muskelfaserriss, Hegeler hat muskuläre Problemen. Derweil stieg Nationalspieler Lars Bender, der wegen einer Hüftverletzung zuletzt zwei Länderspiele und die Liga-Partie gegen den VfL Wolfsburg (3:1) verpasst hatte, mit in den Flieger auf die Insel. "Ich fühle mich wieder fit. Einem Einsatz steht nichts im Wege", sagte er dem Sportinformationsdienst.

US-Sport, Football: Björn Werner hat bei seinem zweiten Auftritt in der nordamerikanischen Football-Liga (NFL) die erste Niederlage hinnehmen müssen. Mit seinen Indianapolis Colts verlor der 23-Jährige am Sonntagabend gegen die Miami Dolphins 20:24. Linebacker Werner, im April an 24. Stelle der ersten Draft-Runde ausgewählt, war an einem Sack an Dolphins-Quarterback Ryan Tannehill beteiligt und steuerte zudem drei Tackles bei. Im mit Spannung erwarteten Familien-Duell der Quarterbacks setzte sich Peyton Manning mit den Denver Broncos gegen seinen jüngeren Bruder Eli Manning und die New York Giants 41:23 durch. Es war bereits der dritte Sieg für den älteren der beiden Spielmacher im dritten Vergleich. Peyton Manning erreichte zudem als erst dritter Spieler der NFL-Historie die Marke von 60.000 geworfenen Yards. Das war zuvor nur Dan Marino und Brett Favre gelungen.

Basketball-EM: Serbien hat die Zwischenrunde bei der Basketball-EM als Spitzenreiter der Gruppe E abgeschlossen und darf auf eine vergleichsweise leichte Aufgabe im Viertelfinale hoffen. Das Team von Trainer-Routinier Dusan Ivkovic bezwang am Sonntagabend in Ljubljana Mitfavorit Frankreich mit 77:65 (38:31) und trifft nun auf den Viertplatzierten der Gruppe F. Der Vize-Europameister kassierte bereits die dritte Niederlage im Turnier und beendete die zweite Runde hinter Litauen, das die Ukraine 70:63 (32:30) bezwang. Die Mannschaft von Coach Mike Fratello beendete die Gruppe E auf Rang vier und schaffte erstmals den Sprung ins EM-Viertelfinale. Zuvor hatte Lettland mit 56:60 (32:32) gegen Belgien die letzte Chance auf das Weiterkommen verspielt. Das junge serbische Team zeigte eine abgeklärte Leistung und hatte in Center Nenad Krstic mit 19 und Guard Nemanja Nedovic mit 17 Punkten die überragenden Akteure. Aus der Gruppe F haben sich bislang Kroatien, Slowenien und Italien für die nächste Runde qualifiziert, um das letzte Viertelfinal-Ticket kämpfen am Montag in einem Fernduell Titelverteidiger Spanien und Griechenland.

© Süddeutsche.de/dpa/sid/jkn
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