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US Airways entschädigt Imame:Geld nach dem Rauswurf

Die US-Fluggesellschaft hatte sich geweigert, sechs muslimische Geistliche mitzunehmen - sie hätten sich verdächtig verhalten.

Im November 2006 saßen sechs Imame schon im Flieger von Minneapolis nach Phoenix, da wurden die muslimischen Geistlichen von Polizisten wieder aus der Maschine geholt und mehr als fünf Stunden lang verhört. Der Grund: Die Männer hätten sich verdächtig verhalten.

Vier der sechs Imame hatten nach Angaben von US Airways vor Besteigen des Flugzeugs in der Halle laut gebetet und damit den Argwohn von Passagieren und Airline-Personal geweckt. Die Rede war unter anderem von "einer Art antiamerikanischer Erklärung".

Die Geistlichen erklärten hingegen, sie hätten lediglich ihr übliches Abendgebet verrichtet.

Als die Imame nach den stundenlangen Verhören schließlich freigelassen wurden, weigerte sich US Airways immer noch, sie mit einer anderen Maschine nach Phoenix fliegen zu lassen.

Nun lenkte die Fluggesellschaft doch noch ein: US Airways wird die Geistlichen im Zuge einer gütlichen Einigung entschädigen. Der Islamverband, der die sechs Imame in ihrer Klage wegen Diskriminierung unterstützt hatte, sprach von einem "Sieg für die Gerechtigkeit und die Bürgerrechte". Über die Höhe der Entschädigungen machte der Rat für Amerikanisch-Islamische Beziehungen (CAIR) keine Angaben.

Auch die Fluggesellschaft schwieg sich dazu aus.

© sueddeutsche.de/AFP/kaeb
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