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Rimini:Urlauber verteidigen illegale Strandhändler

Eigentlich wollten die Polizisten am Strand von Rimini die gefälschte Luxusware fliegender Händlern beschlagnahmen. Plötzlich mussten sie sich gegen Badegäste zur Wehr setzen.

Dutzende Badegäste am Strand von Rimini haben eine Gruppe von Polizisten angegriffen und so mehrere fliegende Händler verteidigt. Die zwölf Beamten wollten die Ware der Immigranten beschlagnahmen - darunter vor allem gefälschte Luxus-Uhren, Taschen und Gürtel. Jedoch wurden sie von aufgebrachten Urlaubern daran gehindert: Sie hätten sich auf die Polizisten gestürzt und diese bespuckt und beleidigt, berichtete die Zeitung La Repubblica.

"Sucht doch lieber echte Diebe und lasst diese armen Kerle hier in Ruhe!", rief ein Vater mit kleinem Sohn auf der Schulter. Auch als "Faschisten" seien die Beamten beschimpft worden, hieß es. Der Polizei sei nichts anderes übrig geblieben, als den Rückzug anzutreten und Verstärkung anzufordern. Zwei junge Italiener seien angezeigt worden. Den fliegenden Händlern sei hingegen mitsamt ihrer Ware die Flucht gelungen.

In Italien ist der Verkauf von gefälschten Markenartikeln streng verboten und wird mit hohen Geldbußen bestraft.

© sueddeutsche.de/dpa

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