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Prominenten-Hotels:Schlafen bei den Stars

Auch wenn die eigentliche Arbeit andere machen: Nebenerwerbs-Hoteliers wie Robert De Niro, Steffi Graf oder Bono bemühen sich in ihren Herbergen um eine persönliche Note.

Prominente Menschen kennen Hotels nur von deren glänzender Seite. Immer werden sie freundlich hofiert, nie sind ihre Bettbezüge schlampig hingeworfen, nie ist der Kaffee am Frühstücksbuffet kalt. Dennoch scheint auch bei größter Anstrengung seitens der Herbergen so mancher Wunsch unerfüllt zu bleiben.

Denn immer mehr Schauspieler, Popstars, Sportler und andere Berühmtheiten steigen ins Hotelgeschäft ein. Dort setzen sie dann als Berater, Investoren oder Eigentümer ihre ganz eigenen Maßstäbe im Beherbergungsgewerbe.

Jüngstes Beispiel ist der Schauspieler Robert De Niro, der kürzlich das "Greenwich Hotel" im New Yorker Stadtteil Tribeca eröffnet hat. Sein Wunsch: Einen Ort zu schaffen, an dem sich jeder Gast sofort wie Zuhause fühlt.

Damit reiht sich De Niro direkt neben anderen prominenten Hotelbesitzern ein, etwa die ehemaligen Tennisprofis Andre Agassi und Steffi Graf oder den Regisseur Francis Ford Coppola, der drei Ferienanlagen in Südamerika sein Eigen nennt. Pionier unter den berühmten Hotelbesitzern ist allerdings Robert Redford, der seit bald vierzig Jahren das Sundance Resort in Utah besitzt.

Weit gefehlt jedoch, wer sich schon bei der Zimmerreservierung die passenden Worte für die Begegnung mit dem berühmten Hotelbesitzer in der Lobby überlegt: Ein "Meet and Greet" ist in der Übernachtung nicht inkludiert. Es bedarf schon eines besonderen Anlasses, damit sich ein prominenter Besitzer aus dem Showbusiness tatsächlich blicken lässt.

Für die täglichen Aufgaben, vom Empfang bis zur Bewirtung der Gäste, gibt es qualifiziertes Personal. Ein Hotel zu besitzen, ist das eine, es zu leiten ist etwas anderes, wissen Experten.

Der Name ködert Kundschaft

So ist der vorrangige Zweck einer prominenten Hotelbeteiligung lapidar: Der Name ködert kaufkräftige Kundschaft. Aber auch Berühmtheiten kommen gerne, was den Ruf des Hauses nur vergrößert.

Als bloße Teilhaber und wirtschaftliche Nutznießer begreifen sich dennoch die wenigsten, vielen ist daran gelegen, eine persönliche Note einzubringen - auf ganz unterschiedliche Weise. Steffi Graf und Andre Agassi etwa richten ein Grußwort an alle Besucher der Homepage des "Fairmont Tamarack", jener luxuriösen Ferienanlage mit Golf- und Skianlagen in Idaho, an der sie finanziell beteiligt sind. Die Botschaft: Hier fühlen wir uns rundum wohl. Eine so direkte Ansprache ist aber die Ausnahme.

So ist im Greenwich Hotel erst auf Nachfrage hin zu erfahren, dass Robert De Niro die insgesamt 88 individuellen Zimmer und Suiten mitgestaltet hat, woraus jener Mix aus europäischer und asiatischer Wohnkultur resultiert. Auf seinen Wunsch hin wurden außerdem Gemälde seines Vaters ausgestellt, ohne dass dies Erwähnung in den Hotelinformationen fände.