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Beschwerden von Urlaubern: Kreuzfahrt:Zwangsgebühren und klamme Veranstalter

Das Geschäft mit Kreuzfahrten boomt, damit nehmen auch die Beschwerden von Urlaubern zu. Was auf den Reiseschiffen so alles schiefläuft.

Man kann dafür 5000 Euro und mehr pro Woche hinlegen. Es gibt sie aber auch zum Schnäppchenpreis für 499 Euro. Und für jedes Angebot finden sich ausreichend Abnehmer: Kreuzfahrten sind beliebt. Rund 1,2 Millionen Gäste zählten die Veranstalter 2010 auf Hochseekreuzschiffen. Das ist ein Fünftel mehr als im Jahr davor. Hinzu kommen fast eine halbe Million Urlauber, die auf Flüssen mit dem Schiff unterwegs sind. Dieser Trend "halte unvermindert an", heißt es beim Deutschen Reiseverband. Alleine in diesem Jahr nehmen die Veranstalter deshalb fünf neue Schiffe für Hochsee- und acht für Flusskreuzfahrten in Betrieb.

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Das Kreuzfahrtschiff "Quest" der Reederei Seabourn

(Foto: Seabourn/dpa/tmn)

Mit dem Ansturm auf die üppig ausgestatteten Riesenschiffe kommt mittlerweile aber auch eine Welle von Beschwerden bei Verbraucherschützern an. "Bei uns melden sich sehr viele Kreuzfahrturlauber, die Ärger auf der Reise hatten", berichtet Sabine Fischer-Volk, Reiseexpertin der Verbraucherzentrale Brandenburg. Die Klagen reichten von zusätzlichen Kosten an Bord über den ausgefallenen Landgang bis zu Veranstaltern, die ihre Gäste zum Gala-Dinner nötigen.

Längst nicht alles müssen Verbraucher dabei hinnehmen. "Gibt es Probleme, sollte man das aber gleich während der Reise dem Veranstalter kundtun", rät Petra von Rhein, Juristin bei der Verbraucherzentrale Bayern. Urlauber, die Geld zurückverlangen wollen, müssen es innerhalb eines Monats nach Reiseende schriftlich einfordern. Das sind die größten Ärgernisse an Bord:

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