Wohnungspolitik:Neuer Streit um Mietenstopp

Mietervertreter und Gewerkschaften verlangen einen bundesweiten Mietenstopp für die nächsten sechs Jahre. Die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung hätten keine Wende auf dem Wohnungsmarkt gebracht, teilten der Deutsche Mieterbund, der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Paritätische Gesamtverband und mehrere Mieter-Initiativen am Freitag mit. Weiterhin würden zu wenige Wohnungen gebaut, die Mieten stiegen ebenso wie die Baulandpreise in Ballungszentren, während die Zahl der Sozialwohnungen weiter sinke. "Coronabedingt haben viele Beschäftigte Einkommenseinbußen und damit Schwierigkeiten, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten", sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell. "Gerade sie brauchen einen Mietenstopp." Der Eigentümerverband Haus und Grund wies die Forderung zurück. "Die Vorstellung, alle Mieter seien bedürftig, geht vollkommen an der Realität vorbei", sagte Verbandspräsident Kai Warnecke. Das gelte auch für einen Mietenstopp.

© SZ vom 20.02.2021 / dpa
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