Vereinigte Staaten Weitere Anklagen gegen Julian Assange

Die US-Justiz wirft dem Wikileaks-Gründer nun deutlich schwerere Delikte vor wie das Veröffentlichen geheimer Militärinformationen.

Der Wikileaks-Gründer Julian Assange ist in den USA wegen Entgegennahme und Veröffentlichung geheimer Informationen angeklagt worden. Das Justizministerium gab am Donnerstag bekannt, dass gegen Assange 17 neue Strafanzeigen erhoben wurden. Die neue Anklage übertrifft bei weitem eine erste US-Anklage gegen Assange, die im vergangenen Monat veröffentlicht worden war. Darin wurde ihm Verschwörung mit der früheren Analystin des US-Militärgeheimdienstes, der zu Whistleblowerin gewordenen Chelsea Manning, für einen Hackerangriff vorgeworfen. In der nun vorgelegten Anklageschrift mit insgesamt 18 Punkten heißt es, Assange habe sich mit Manning verschworen, um an geheime Dokumente zu kommen und sie zu veröffentlichen. Darunter seien Nachrichten des US-Außenministeriums und Berichte über die Kriege im Irak und in Afghanistan gewesen, in denen auch Namen von Mitarbeitern der US-Regierung standen. Assanges Handlungen hätten "schweren Schaden" für die USA riskiert. Die Handlungen fallen unter das US-Bundesgesetz des Espionage Act, der den Verrat militärischer Informationen unter Strafe stellt. Der 47-jährige Assange verbüßt derzeit in London eine Haftstrafe, nachdem er im das Asyl in der ecuadorianischen Botschaft in Großbritannien verloren hatte. Die USA verlangen seine Auslieferung, auch in Schweden laufen Ermittlungen gegen ihn.