bedeckt München 20°
vgwortpixel

Venezuela:Guaidós Bürochef festgenommen

Der selbsternannte Interimspräsident Juan Guaidó liefert sich seit Monaten einen Machtkampf mit Staatschef Maduro.

(Foto: Natacha Pisarenko/AP)
  • Venezuelas Geheimdienst soll einen engen Mitarbeiter des selbsternannten Interimspräsidenten Guaidó entführt haben.
  • Sein Aufenthaltsort sei nicht bekannt, twittert Guaidó.
  • Seit Wochen liefern sich Staatschef Nicolás Maduro und der Oppositionsführer einen erbitterten Machtkampf.

Im eskalierenden Machtkampf in Venezuela haben Agenten des Geheimdienstes Sebin nach Angaben der Opposition den Bürochef des selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó, Roberto Marrero, festgenommen. "Wir wissen nicht, wo er sich befindet. Er muss sofort freigelassen werden", schrieb Guaidó am Donnerstag auf Twitter.

Die Geheimdienstbeamten hätten am frühen Morgen die Häuser von ihm und Marrero durchsucht, sagte der Fraktionschef der Oppositionspartei Voluntad Popular, Sergio Vergara. Auch sein Fahrer sei festgenommen worden. Er rief die UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet dazu auf, sich für die Freilassung der Männer einzusetzen. Der kolumbianische Außenminister Carlos Holmes Trujillo verurteilte bei Twitter den Geheimdiensteinsatz und rief die "demokratische internationale Gemeinschaft auf, Respekt für die Freiheit, das Leben und die Unversehrtheit" der Politiker einzufordern.

Seit Wochen liefern sich Staatschef Nicolás Maduro und Oppositionsführer Guaidó einen erbitterten Machtkampf. Zwar haben viele vornehmlich westliche Länder Guaidó bereits als rechtmäßigen Übergangspräsidenten anerkannt, allerdings konnte er in Venezuela selbst noch keine echte Machtposition aufbauen.

Politik Venezuela Maduro fordert alle Minister zum Rücktritt auf

Krise in Venezuela

Maduro fordert alle Minister zum Rücktritt auf

Venezuelas Präsident will der schweren Krise seines Landes offenbar mit Veränderungen im Kabinett beikommen. Sämtliche Ministerposten stünden auf dem Prüfstand, teilt seine Stellvertreterin mit.