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Vatikan:Papst ordnet Finanzen neu

Papst Franziskus hat dem vatikanischen Staatssekretariat, der obersten Leitungsbehörde der katholischen Kirche, die bisher autonom verwalteten Vermögenswerte und jegliche Kontrollfunktion über wirtschaftliche Angelegenheiten entzogen. Zudem ordnete das Kirchenoberhaupt den Ausstieg aus Investments an, die seit Monaten für Schlagzeilen sorgten. Nach einem Schreiben des Papstes an Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin muss dessen Behörde die Verwaltung sämtlicher Kapital- und Immobilienwerte an das zentrale Wirtschaftsamt Apsa übertragen. Ausdrücklich geht der Papst auf Investitionen des Staatssekretariats in London und bei der in Malta ansässigen Fondsgesellschaft Centurion ein. Unter anderem aufgrund der umstrittenen Anlage-Entscheidungen hatte Franziskus im September Kurienkardinal Angelo Becciu entlassen.

© SZ vom 06.11.2020 / KNA/ZOC
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