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USA:Wieder Krawalle in Ferguson

Die Behörden haben den Ausnahmezustand verhängt -trotzdem kommt es ein Jahr nach den tödlichen Schüssen eines weißen Polizisten auf den schwarzen Jugendlichen Michael Brown erneut zu Ausschreitungen.

Die US-Kleinstadt Ferguson kommt ein Jahr nach den tödlichen Schüssen eines weißen Polizisten auf den schwarzen Jugendlichen Michael Brown nicht zur Ruhe. In der Nacht zum Dienstag warfen wütende Demonstranten Steine und Flaschen auf die Polizei, die Pfefferspray einsetzte. US-Medien zufolge wurden mehr als 20 Menschen festgenommen. Die Behörden hatten am Montag den Ausnahmezustand über die Vorstadt von St. Louis im Bundesstaat Missouri verhängt, nachdem eine Gedenkfeier für Brown in Gewalt umgeschlagen war. Auch in St. Louis gab es am Montag wieder Zusammenstöße. US-Justizministerin Loretta Lynch verurteilte die Gewalt. Der unbewaffnete Brown war am 9. August 2014 vom weißen Polizisten Darren Wilson erschossen worden. Wilson wurde nicht angeklagt, an dem Fall entzündete sich eine landesweite Debatte über Rassismus und Polizeigewalt.

© SZ vom 12.08.2015 / AFP
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