USA Gedenken in Charlottesville

Eine Frau, die gegen Extremismus demonstrierte, starb vor einem Jahr in Charlottesville, als ein Fahrer sein Auto in die Kundgebung lenkte. Am Gedenktag eskaliert die Lage kurz.

Ein Jahr nach einem Aufmarsch von Rechtsextremisten in Virginia haben Demonstranten in den USA an das gewaltvolle Ereignis erinnert. Protestierende kamen am Samstag in Charlottesville zusammen, um unter anderem einer vor einem Jahr getöteten Frau zu gedenken. In Washington versammelten sich am Sonntag Hunderte Menschen zu einer Gegendemonstration gegen einen Aufmarsch von zunächst wenigen Dutzend Rechtsextremisten. Währenddessen verurteilte US-Präsident Donald Trump Rassismus und Gewalt. Vor einem Jahr waren weiße Nationalisten durch Charlottesville marschiert und hatten rassistische Parolen gebrüllt. Am Rande einer Gegendemonstration raste ein Neonazi absichtlich mit einem Auto in die Menschenmasse und tötete eine Frau. Damals hatte Trump die Gewalt auf "beiden Seiten" verurteilt und gesagt, unter den rechten Demonstranten seien "feine Leute" gewesen. Im Anschluss war die Empörung groß. Dieses Mal zeigte sich Trump bemüht, die Konfliktparteien zu einen: Die Unruhen in Charlottesville hätten zu "sinnlosem Tod und Spaltung" geführt, twitterte Trump am Samstag. "Wir müssen als Nation zusammenkommen." Am Samstagabend jedoch stießen Studenten und Aktivisten in Charlottesville während einer Versammlung auf dem Gelände der Universität kurzzeitig mit Polizisten in Schutzkleidung zusammen. Wenige Minuten später beruhigte sich die Situation wieder.