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USA:Rick Perry gibt im US-Vorwahlkampf auf

Rick Perry gibt auf.

Rick Perry gibt auf.

(Foto: REUTERS)
  • Der ehemalige republikanische Gouverneur von Texas, Rick Perry, zieht sich aus dem US-Vorwahlkampf zurück.
  • Perry hatte sich erneut nicht für die TV-Debatte der Republikaner qualifizieren können.
  • Seine Kampagne lief schlecht: Den Wählern blieb er unbekannt, die Wahlkampfspenden blieben aus.

Perry steigt aus

Als erster der bislang 17 republikanischen Präsidentschaftsbewerber zieht sich der frühere Gouverneur von Texas, Rick Perry, aus dem US-Präsidentschaftswahlkampf zurück. "Wir haben ein überwältigendes Kandidatenfeld, vielleicht das beste seit einer Generation. Deshalb trete ich zur Seite, ich weiß, dass unsere Partei in guten Händen ist", erklärte Perry in einer Mitteilung. So lange man der Basis gut zuhöre, werde es auch dem Konservatismus gut gehen.

Die Gründe für den Ausstieg

Perrys Kampagne war in jüngster Zeit denkbar schlecht gelaufen, ihm fehlten massiv finanzielle Mittel, enttäuschte Unterstützer hatten sich abgewandt. Zuletzt hatte Perry angeblich die Zahlungen an Mitarbeiter seiner Kampagne in einigen Bundesstaaten eingestellt. In den Umfragen der letzten Wochen, die bei den Republikanern allesamt deutlich vom Immobilienmogul Donald Trump angeführt werden, spielte Perry keine Rolle mehr. Für die kommende Woche stattfindende CNN-Debatte konnte er sich nicht qualifizieren, bereits die erste TV-Diskussion hatte er wegen schlechter Umfragewerte verpasst.

Vom Hoffnungsträger zum Unbekannten

Perry galt als ein Hoffnungsträger in der Partei, seine Bilanz als Gouverneur von Texas kam bei Konservativen an. Deshalb trat er 2012 an, stolperte aber über mehrere Ausrutscher und wirkte unkonzentriert. Im Wahlkampf für 2016 blieb ihm nicht einmal dazu Gelegenheit.

Auch andere Kandidaten straucheln

Das republikanische Bewerberfeld ist eines der größten seit vielen Jahren. Parteistrategen befürchten seit längerem, dass sich die Kandidaten gegenseitig marginalisieren und die große Zahl den parteiinternen Wahlkampf deutlich erschwert. Auch andere Anwärter wie Bobby Jindal oder Lindsey Graham haben Probleme, Unterstützer zu gewinnen. Derzeit führt der Immobilienmogul Donald Trump die Umfragen an.

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