Umstrittenes Projekt: Stuttgart 21 Güterzüge schaffen den Albaufstieg nicht

Zwar ist der Erhalt des Stuttgarter Hauptbahnhofs das Kernanliegen der Gegner, aber auch an der Anbindung der Fernzüge an den Stuttgarter Flughafen sowie an der geplanten Neubaustrecke Wendlingen-Ulm reiben sie sich wegen einer Reihe angeblicher Planungsmängel.

So sollen nach den Wirtschaftlichkeitsberechnungen der Bahn täglich 40 schnelle, leichte Güterzüge auf der Neubaustrecke dazu beitragen, dass sich die Investition rechnet. Diese Züge, so monieren die Gegner, gebe es aber noch nicht, und es wolle sie auch niemand einführen. Für herkömmliche Güterzüge sei der Albaufstieg zu steil.

Also rechne sich das ganze Projekt nicht und müsse aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen werden. Bedenken hegen die Gegner auch gegen die Nutzung eines S-Bahntunnels am Stuttgarter Flughafen, durch den künftig die Fernzüge fahren sollen.

Die Nutzung habe das Eisenbahnbundesamt (EBA) untersagt, weil gravierende Sicherheitsprobleme im Tunnelverkehr drohten. Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) erteilte aber eine Ausnahmegenehmigung.