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Türkei:42 Leichen geborgen

Mehrere Wochen nach dem Untergang eines mit Migranten besetzten Bootes in der Osttürkei haben Hilfskräfte erneut Leichen geborgen. Darunter sei auch die eines Kindes gewesen, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag. Seit dem Vorfall Ende Juni auf dem Van-See seien insgesamt 42 Leichen gefunden worden.

Auf dem Boot waren nach Angaben des türkischen Innenministers Süleyman Soylu von Anfang Juli etwa 55 bis 60 Migranten gewesen. Wieso das Boot gesunken ist, wurde nicht mitgeteilt. Die Suche nach weiteren Toten gehe weiter, hieß es. Der See liegt teils in der Provinz Bitlis und teils in der Provinz Van, die an Iran grenzt. Von dort kommen regelmäßig Migranten über die Grenze, um Richtung Europa weiterzureisen. Zuletzt waren im Dezember 2019 sieben Menschen auf dem See gestorben, nachdem ihr Boot gekentert war. Unter ihnen waren Migranten aus Pakistan, Bangladesch und Afghanistan.

© SZ vom 18.07.2020 / dpa

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