Mitte Juni wird ein Zerwürfnis zwischen Steinbrück und SPD-Chef Sigmar Gabriel öffentlich. "Nur eine Bündelung aller Kräfte ermöglicht es der SPD, die Bundesregierung und Frau Merkel abzulösen", diesen Satz sagt Steinbrück dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. "Ich erwarte deshalb, dass sich alle - auch der Parteivorsitzende - in den nächsten 100 Tagen konstruktiv und loyal hinter den Spitzenkandidaten und die Kampagen stellen. Mehr Kritik am Parteichef geht kaum.

Hintergrund waren offenbar Vorfälle bei einer Sitzung der SPD-Bundestagsfraktion. Dort hatte Gabriel eine kritische Diskussion begonnen, äußerte zudem Unmut über den schleppenden Wahlkampf und stellte sich - jedenfalls nach Steinbrücks Lesart - in einer Abstimmung zum Thema Bankenunion gegen ihn.

Ein Kandidat und ein Parteichef, bei denen in der Öffentlichkeit der Eindruck entsteht, sie arbeiteten gegeneinander - eigentlich tödlich für einen erfolgreiche Kampagne.

Bild: dpa 11. März 2013, 17:172013-03-11 17:17:16 © Süddeutsche.de/olkl