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Slowakei:Viererbündnis geplant

Nach der Wahl in der Slowakei strebt der Wahlsieger Igor Matovič eine Vier-Parteien-Koalition an, um eine verfassungsändernde Mehrheit zu erhalten. Das Land brauche einen "Paradigmenwechsel", erklärte der 46 Jahre alte Unternehmer. Seine bisher oppositionelle Protestpartei Gewöhnliche Menschen und unabhängige Persönlichkeiten war am Samstag auf 25 Prozent der Stimmen gekommen. Die regierenden Sozialdemokraten (Smer) waren auf 18,3 Prozent gefallen. Präsidentin Zuzana Čaputová lud den Wahlsieger Matovič zu einem Gespräch über eine mögliche Regierungsbildung ein. Matovič traf sich zu Sondierungen mit dem Vorsitzenden der liberalen Partei Freiheit und Solidarität, Richard Sulík, sowie mit Boris Kollár, dem Gründer der rechtspopulistischen Wir sind Familie. Zusammen mit der Partei Für die Menschen des Ex-Präsidenten Andrej Kiska käme das Bündnis auf 95 der 150 Parlamentssitze.

© SZ vom 03.03.2020 / dpa

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