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Silvester:Umwelthilfe will Böllerei verbieten lassen

Die Deutsche Umwelthilfe will in 31 Städten die Silvester-Böllerei beschränken. Wie die Umweltorganisation am Montag mitteilte, wurden bei den Städten formelle Anträge zum Verbot oder zur Beschränkung der privaten Knallerei gestellt. Zur Begründung wird auf die gesundheitsschädlichen Feinstaubbelastungen durch die Böller verwiesen. "Jedes Jahr aufs Neue verursacht die archaische Böllerei zum Jahreswechsel dicke Luft in unseren Städten", erklärte Umwelthilfe-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch am Montag in Berlin. Hunderttausende Menschen mit Atemwegserkrankungen würden zu Silvester aus ihren Wohnungen fliehen oder sich "luftdicht verbarrikadieren".

Betroffen von einem Verbot oder einer Beschränkung wären etwa Städte wie Stuttgart, Halle, Nürnberg, Hamburg, Köln, Mainz, Berlin und München. Grundlage für die Forderungen sei die Überschreitung des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) schon vor Jahren empfohlenen Jahresmittelwerts von 20 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter, hieß es. Innerhalb weniger Stunden setzten die Feuerwerkskörper zum Jahreswechsel etwa 5000 Tonnen besonders giftigen Feinstaubs frei.