Salafismus Saudis weisen Vorwurf zurück

Saudi-Arabien unterstützt nach eigener Auskunft keine radikalen Salafisten in Deutschland.

Saudi-Arabiens Regierung hat den Vorwurf zurückgewiesen, eine religiöse Organisation aus dem Königreich würde mit ihrer Billigung radikale Salafisten in Deutschland unterstützen. Darüber hatten Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR unter Berufung auf Erkenntnisse des Bundesnachrichtendienstes (BND) und des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) berichtet. "Saudi-Arabien baut keine Moscheen und exportiert keine Imame und hat keine Verbindung zum deutschen Salafismus", erklärte der saudische Botschafter in Deutschland, Awwas Alawwad, am Dienstag. Die beschuldigte Organisation "Muslim World League" (Muslimische Weltliga) sei "keine saudische Organisation", habe "nichts mit der saudischen Regierung zu tun" und ihre "Tätigkeit in Deutschland im Jahr 2013 eingestellt". Es gebe "keine mit der Regierung des Königreichs Saudi-Arabien verbundenen Moscheen oder Imame in Deutschland". Die "Muslim World League" hat ihren Sitz in der saudischen Pilgerstadt Mekka, ihr Generalsekretär Abdallah at-Turki ist ein ehemaliger saudischer Minister. Der BND und das BfV lehnten es ab, den SZ-Bericht zu kommentieren.