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Rüstung:Kampf um ein Flugzeug

F-18 Kampfflugzeuge sollen teilweise Tonados ersetzen

Soll die Bundesregierung der Bundeswehr jetzt neue Kampfausrüstung finanzieren oder sind andere Ausgaben für das Land wichtiger?

(Foto: Song Kyung-Seok/dpa)

Krach in der Koalition: Während Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer nuklearfähige US-Jets bestellen will, fordert die SPD den Abzug amerikanischer Atomwaffen aus Deutschland.

Von Joachim Käppner

Ein Kampfflugzeug vom Typ F/A-18 Hornet, wie es derzeit in der Regierungskoalition für Konflikte sorgt: Nach dem Willen von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) soll die Luftwaffe neben 93 Eurofightern auch 45 US-amerikanische F 18 kaufen, um die veralteten Tornado-Maschinen zu ersetzen. Die F18, gebaut von Boeing, seien als Zwischenlösung bis zum Bau eines modernen deutsch-französischen Flugzeugs gedacht. Die F 18 verfügt, wie der Tornado, über zwei Fähigkeiten, die der europäische Eurofighter nicht besitzt: Mittel der elektronischen Kampfführung, um zum Beispiel die feindliche Flugabwehr und Radar auszuschalten - und sie kann US-Atomwaffen tragen, im Rahmen der nuklearen Teilhabe Deutschlands innerhalb der Nato-Abschreckungsstrategie. Die F 18 gilt als vielseitig und robust, ist aber ihrerseits nicht mehr das neueste Modell. Die USA rüsten ihre Air Force derzeit auf eine modernere Maschine um, die F 35.

© SZ vom 04.05.2020
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