bedeckt München 12°
vgwortpixel

Politik kompakt:Unternehmen könnten durch Bürokratieabbau viel Geld sparen

Jährlich gehen europäischen Unternehmen etwa 40 Milliarden Euro verloren, weil Gesetze entweder überflüssig oder schlecht gemacht sind. Das geht aus einem Bericht hervor, den eine Expertengruppe - unter Leitung von Edmund Stoiber - EU-Komissionspräsident Barroso vorlegen will.

Unternehmen in Europa könnten 40 Milliarden Euro sparen, wenn die 27 EU-Mitgliedstaaten europäische Rechtsakte nicht zusätzlich verkomplizieren würden. Das stellt der Bericht einer Expertengruppe unter dem Vorsitz des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) fest, der der Zeitung Welt am Sonntag vorliegt.

Stoiber Zeuge im BayernLB-Untersuchungsausschuss

Seit 2007 in Brüssel ehrenamtlicher Leiter einer EU-Arbeitsgruppe zum Bürokratieabbau: Edmund Stoiber.

(Foto: dpa)

Ein Drittel der Verwaltungskosten für Unternehmen, die auf europäische Rechtsakte zurückgehen, entstehen demnach erst in den 27 EU-Mitgliedstaaten. Sie könnten "auf die nationalen Umsetzungsmaßnahmen zurückgeführt werden", heißt es in dem 82-seitigen Bericht. Stoiber wird das Papier am Dienstag dem EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso übergeben.

Der Abbau überflüssiger oder schlecht gemachter Gesetze und Verordnungen könne Kosten von "annähernd 40 Milliarden Euro" im Vergleich zu heute sparen, hieß es.

(dapd)

Der Gouverneur von New Jersey legt sein Veto gegen die Homoehe in seinem Bundesstaat ein, in Russland haben Tausende Menschen auf Kundgebungen die Präsidentschaftskandidatur von Wladimir Putin unterstützt und Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister will rechtextreme Kameradschaften verbieten lassen. Lesen Sie hier weitere Meldungen.

Zur SZ-Startseite