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Politik kompakt:Rente mit 67: Ministerin rührt die Werbetrommel

Ursula von der Leyen ist vom Nutzen einer verlängerten Lebensarbeitszeit überzeugt. Schließlich seien die Älteren die "Gewinner am Arbeitsmarkt". Meldungen im Überblick.

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hält die Rente mit 67 wegen der zunehmenden Alterung der Gesellschaft für alternativlos. Der Fachkräftemangel verbiete es, auf das Wissen älterer Arbeitnehmer zu verzichten und die schrittweise Anhebung des Renteneinstiegsalters bis 2029 zurückzunehmen, stellte von der Leyen am Mittwoch in Berlin klar. Deshalb sei die Rente mit 67 "notwendig und auch vertretbar". Zuvor hatte das Bundeskabinett den Bericht von der Leyens über die Beschäftigungssituation Älterer gebilligt.

Nach dem Bericht unter dem Titel "Aufbruch in die altersgerechte Arbeitswelt" haben inzwischen doppelt so viel Ältere wie noch vor zehn Jahren einen Job. Nach Ansicht der Ministerin sind die Arbeitsmarktchancen der Älteren besser denn je. Bei keiner anderen Altersgruppe habe es in den vergangenen Jahren "eine solche Dynamik" gegeben. "Die Gewinner am Arbeitsmarkt sind die Älteren gewesen", sagte von der Leyen.

Das Kabinett verabschiedete auch den jährlichen Rentenbericht. Sollte sich die Wirtschaft weiter positiv entwickeln, könnten die Renten danach bis 2024 um gut 29 Prozent steigen - pro Jahr im Durchschnitt um etwa 1,9 Prozent. Die sogenannte Eckrente nach 45 Jahren Durchschnittsverdienst erhöht sich nach diesen Berechnungen von derzeit 1224 Euro auf 1584 Euro. Die Inflation ist dabei nicht berücksichtigt.

Trotz der positiven Prognosen für ältere Arbeitnehmer kommt auch Kritik am neuen Renteneintrittsalter: Die Vorsitzende der Linkspartei, Gesine Lötzsch, sagte im Deutschlandradio Kultur, wegen der hohen Arbeitslosigkeit Älterer sei das Vorhaben "nichts anderes als eine Rentenkürzung".

(dpa)

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