Politik kompakt Lafontaine kritisiert "Gequatsche" über Personalien

Gregor Gysi will die Linke 2013 in den Bundestagswahlkampf führen - gemeinsam mit Oskar Lafontaine. Doch Gysis Wunschkompagnon hält sich bedeckt - und kritisiert die "Eigentorschützen" in seiner Partei.

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Der ehemalige Linke-Vorsitzende Oskar Lafontaine hat die Personaldebatten in seiner Partei scharf kritisiert. "Wir haben zu viele Eigentorschützen, die ununterbrochen über Personalfragen quatschen", sagte Lafontaine der Saarbrücker Zeitung.

Will "über Personalfragen nicht öffentlich zum falschen Zeitpunkt schwadronieren": Oskar Lafontaine.

(Foto: dapd)

Wenn eine Partei zu viele Eigentorschützen habe, dann verliere sie erheblich in der Wählergunst, warnte der Linkspolitiker. "Es gehört zu meinen Grundsätzen, über Personalfragen nicht öffentlich zum falschen Zeitpunkt zu schwadronieren", erklärte Lafontaine im Hinblick auf Spekulationen, dass er selbst noch einmal für den Parteivorsitz kandieren könnte.

Auch zur Frage nach einer möglichen Spitzenkandidatur bei der Bundestagswahl 2013, die Fraktionschef Gregor Gysi ins Spiel gebracht hatte, hielt sich Lafontaine bedeckt: "Wenn die Entscheidung ansteht, dass ein Parteitag die Spitzenkandidatur festlegt, werde ich mich dazu erklären."

Dietmar Bartsch, Vize-Fraktionschef der Linken, übte ebenfalls Kritik an den "permanenten Personaldiskussionen" in der Partei. Die Ankündigung von Fraktionschef Gregor Gysi, bei der nächsten Bundestagswahl wieder als Spitzenkandidat antreten zu wollen, sei verfrüht, sagte Bartsch im Deutschlandfunk. Entscheidungen treffe man dann, wenn sie anstünden. "Und diese Entscheidung steht jetzt nicht an."

(dapd)

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